Betrug an Senioren: Täter erbeuteten Hunderttausende Euro

Die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind rückläufig. Dennoch richteten die Betrüger Schäden von mehreren Hunderttausend Euro an.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Region. Die Polizeidirektion Braunschweig hat kürzlich die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Zahl der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen weiterhin rückläufig ist, insbesondere bei Betrugsdelikten wie dem „Enkeltrick“. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass andere Maschen, etwa „falsche Polizeibeamte“, nach wie vor aktiv genutzt werden, sodass Prävention und Aufklärung unverändert wichtige Bausteine der Polizeiarbeit bleiben.



Im Detail sank die Zahl der versuchten Enkeltrick-Betrugsfälle von 323 im Jahr 2024 auf 253 im Jahr 2025. Bei den vollendeten Delikten war der Rückgang noch deutlicher: von 436 auf nur 42 Fälle. Der dadurch entstandene finanzielle Schaden belief sich auf rund 890.426 Euro, nachdem er im Vorjahr noch 958.300 Euro betragen hatte.

Falsche Polizisten unterwegs


Trotz dieses positiven Trends bleiben andere Betrugsformen wie „falsche Polizeibeamte“ weiterhin eine Herausforderung. Im Jahr 2025 wurden 50 vollendete Fälle registriert, was einen Schaden von 1,88 Millionen Euro verursachte. Die Täterinnen und Täter nutzen dabei gezielt das Vertrauen älterer Menschen in Behörden aus.

Präventionsarbeit hat sich bewährt


Angesichts der alternden Bevölkerung ist zu erwarten, dass solche Straftaten auch künftig relevant bleiben und sich in neuen Varianten zeigen können. Bei der Bearbeitung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen hat sich neben der guten bundesweiten Vernetzung der Dienststellen eine umfassende Präventionsarbeit bewährt, resümiert Polizeipräsident Thomas Ring. Er betont: „Präventionsmaßnahmen wie die Aufklärung über die Medien, Nachbarschaftshilfe und Sicherheitsmaßnahmen in den eigenen vier Wänden sowie insbesondere die Einbindung der Geldinstitute sind ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung dieses besonders sozialschädlichen Phänomens.“