Sie sind hier: Region >

Betrug mit falscher Gewinnbenachrichtigung



Betrug mit falscher Gewinnbenachrichtigung

Ein Wolfsburger sollte selbst Einkaufskarten im Wert von 1.000 Euro abgegeben, um den in Aussicht gestellten Gewinn zu bekommen.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

Wolfsburg. Mit den Worten "Sie haben im Lotto ein Auto im Wert von 28.500 Euro gewonnen" versuchte kürzlich ein unbekannter Anrufer einen 62 Jahre alten Wolfsburger zu ködern, um diesen um Einkaufskarten im Gesamtwert von 1.000 Euro zu betrügen. Das berichtet die Polizei in einer Pressemeldung.



Der 62-Jährige sei zuerst hocherfreut gewesen und spontan auf das Angebot eingegangen, anstelle des Autos lieber Bargeld zu nehmen. Als die Betrüger jedoch den Mann aufforderten, die Einkaufskarten zu besorgen, wurde der Wolfsburger misstrauisch und verständigte die Polizei. Der Mann solle zu einem Netto-Markt gehen, um sogenannte Prepaid-Karten für Online-Käufe für 1.000 Euro zu kaufen, verlangte der Anrufer. Dies sei Voraussetzung für die anstehende Gewinnübergabe. Diese Karten, die es zum Beispiel auch an vielen Tankstellen gibt, enthalten eine individuelle Nummer, die den Tätern ermöglicht, im Internet einzukaufen. Deshalb erfragen die Betrüger grundsätzlich unter einem Vorwand die Gutschein-Nummer bei ihren Opfern oder wie im geschilderten Fall, wollte ein angeblicher Notar vorbeikommen, um den Geldkoffer zu überreichen und auch gleichzeitig die Karten in Empfang zu nehmen.

Opfer unter Zeitdruck setzen


Um das Opfer auch zeitlich unter Druck zu setzen, die Gutscheinkarten zu besorgen, kündigte der Täter die Geldübergabe schon eine Stunde später an. Der 62-Jährige ging bei einem zweiten Anruf zum Schein darauf ein und behauptete seinerseits, er habe Karten nur für 800 Euro gekauft. Daraufhin beendeten die Anrufer das Gespräch mit den Worten "Ob er denn kein Interesse an dem Gewinn habe".



Zielgruppe dieser Telefonbetrüger seien zumeist ältere Menschen. Wie auch bei anderen telefonischen Betrugsarten sind die gut vorbereiteten Täter in Gesprächsführung offenbar geschult und wirken daher überzeugend. Um ihre Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen, geben sie vor, im Auftrag von Rechtsanwälten und Notaren anzurufen und teilen den angeblichen Gewinnern eine Rückrufnummer für die weitere Gewinnabwicklung mit. Daher gelte grundsätzlich, dass man bei solchen Gewinnbenachrichtigungen per Telefon, E-Mail oder auch per Post vorsichtig sein sollte. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln.

"Niemals selbst Geld für einen vermeintlichen Gewinn ausgeben"


Bei derartigen Anrufen sei es wichtig, keinerlei Zusagen am Telefon zu machen. Man muss sich bewusstmachen, ob überhaupt an einer Lotterie teilgenommen wurde. Die Polizei rät, niemals Geld auszugeben, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern. Außerdem sollten niemals persönliche Informationen wie Telefonnummern, Kontodaten, Bankleitzahlen oder Kreditkartennummern preisgegeben werden.


zum Newsfeed