Braunschweig

BIBS-Protest: Keine Baumfällungen für Parkplätze!


Die BIBS-Fraktion ist überzeugt, dass zumindest 16 der 24 zur Fällung vorgesehenen Bäume den geplanten Gebäudeflächen nicht im Weg stehen. Symbolfoto: Robert Braumann
Die BIBS-Fraktion ist überzeugt, dass zumindest 16 der 24 zur Fällung vorgesehenen Bäume den geplanten Gebäudeflächen nicht im Weg stehen. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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25.02.2017

Braunschweig. Die BIBS-Fraktion will gegen umfassende Baumfällungen auf der Hamburger Straße demonstrieren. Nach ihrer Ansicht müsste vielleicht auf rund 15 von insgesamt über 500 geplanten Parkplätzen verzichtet werden.


In ihrer Mitteilung teile die Stadt lapidar mit, dass man die 24 Bäume, in den bis zu 17 verschiedene Vogelarten kartiert wurden, zwecks „Baugrundverbesserung“ und „Baufeldvorbereitung“ jetzt schnell fällen wolle. Dabei sei im derzeit noch rechtskräftigen Bebauungsplan „Hamburger Straße-Süd“ HA 117 festgelegt, dass diese Bäume stehen bleiben sollen.

„Die Bauverwaltung der Stadt lernt nichts dazu – ähnlich wie im Langen Kamp beugt sich die Bauverwaltung dem Druck des Investors und möchte noch jetzt, kurz vor Beginn der Brutsaison am 1. März, 24 ältere Bäume auf dem ehemaligen Gelände der Braunschweiger Zeitung fällen lassen, auf dem ein Supermarkt entstehen soll. Die Bäume sollten nach dem vom Planungs- und Umweltausschuss beschlossen Bebauungsplan erhalten bleiben. Wo kommen wir denn hin, wenn noch nicht einmal Beschlüsse der Ratsgremien Bestand haben?“, empört sich BIBS-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Büchs. „Von Ersatzpflanzungen und in welchem Umfang diese erfolgen sollen, davon ist bisher keine Rede. Die Bäume befinden sich alle am Westrand des Geländes und tragen dazu bei, das Gelände gegen die Hamburger Straße abzupuffern (z.B. Schadstoffausstoß) und zu begrünen.“

Die BIBS-Fraktion fordert die Bauverwaltung auf, Umweltaspekte bei Planungen stärker zu berücksichtigen und Planungen grundsätzlich so zu gestalten, dass vor allem vorhandener Baumbestand und andere Naturbestände möglichst weitgehend integriert werden.


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