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Bilanz im 125. Jubiläumsjahr: Wohnstätten verzeichnet wenig Leerstand



Wolfenbüttel

Bilanz im 125. Jubiläumsjahr: Wohnstätten verzeichnet wenig Leerstand

Es habe nur zwei vermietungsreife Wohnungen gegeben.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Gemeinnützigen Wohnstätten eG.
Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Gemeinnützigen Wohnstätten eG. Foto: Gemeinnützige Wohnstätten eG

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Wolfenbüttel. Die diesjährige Mitgliederversammlung der Gemeinnützigen Wohnstätten eG fand in der Lindenhalle unter erschwerten Bedingungen statt. Aufgrund der vorherrschenden Pandemie und der daraus resultierenden gesetzlichen Lage, musste die Mitgliederversammlung im 125-jährigen Jubiläumsjahr in das zweite Halbjahr verschoben werden, um die notwendigen Beschlüsse zu fassen, wie die Gemeinnützige Wohnstätten eG in einer Pressemitteilung berichtet. Bei der Versammlung wurden Wahlen abgehalten und zwei Aufsichtsratsmitglieder im Amt bestätigt. Bei dem vorgestellten Geschäftsbericht des letzten Jahres ist hervorzuheben, dass nur zwei vermietungsreife Wohnungen dem Markt zur Verfügung gestanden hätten (Stand 31. Dezember 2019).




Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Seiler erfolgte die Beratung und Beschlussfassung über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018. Diese wurde durch den Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e.V. durchgeführt, dessen Bericht verlas das Aufsichtsratsmitglied Dieter Kertscher. Dabei stellte der Prüfungsverband fest: „Unsere Prüfungshandlungen haben ergeben, dass Vorstand und Aufsichtsrat ihren gesetzlichen und satzungsgemäßen Verpflichtungen nachgekommen sind“.


Anschließend hielt der Vorstandsvorsitzende, Christoph Kowollik, den Bericht des Vorstandes, in dem er insbesondere auf die wirtschaftliche Situation der Genossenschaft einging und darauf hinwies, dass sich auch die Genossenschaft mit den Auswirkungen der Pandemie auseinandersetzen müsse. Unter anderem mussten alle Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Jubiläum sowie die sonst jährlich stattfindenden Angebote an die Mitglieder abgesagt werden. Diese sollen jedoch in 2021 nach Möglichkeit fortgeführt oder nachgeholt werden. Auch die Büroorganisation mit den notwendigen Hygienemaßnahmen sei eine Herausforderung gewesen.

"Nur zwei vermietungsreife Wohnungen"


Im Berichtsjahr 2019 sei die Fluktuation auf 9,54 Prozent gesunken, die Erlösschmälerungen sind mit 1,94 Prozent hauptsächlich durch noch zu modernisierende Wohnungen entstanden. Zum 31. Dezember 2019 standen nur zwei vermietungsreife Wohnungen dem Markt zur Verfügung. Dies ist eine Quote von 0,15 Prozent. In die Sanierung der genossenschaftlichen Objekte sind 764.600 Euro investiert worden. Der Gesamtaufwand der Instandhaltung belaufe sich auf rund 2.312.700 Euro. Damit hat die Genossenschaft bei einer Gesamtwohnfläche von 89.431,40 Quadratmeter 25,86 Euro/Quadratmeter investiert. Positiv habe sich auch der Zuwachs der Genossenschaftsanteile ausgewirkt, die um 147 auf 17.813 Anteile angewachsen sind. Somit hält jedes Mitglied im Durchschnitt 6,70 Anteile.


Erfreuliche Zahlen konnten auch bei der Vermögenssituation präsentiert werden. Die Eigenkapitalquote habe sich gegenüber dem Vorjahr auf 43,7 Prozent erhöht und beträgt nunmehr 15.237.900 Euro. Damit konnte Christoph Kowollik eins der besten Jahresergebnisse der letzten Jahre vorweisen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Jahresüberschuss beträgt vor als auch nach Steuern 717.210,82 Euro.
Vermindert um die Einstellung in die Rücklagen und ergänzt um den Gewinnvortrag aus 2018 ergibt sich ein Bilanzgewinn von 504.882,86 Euro.
Danach erfolgte der Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2019. Der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Seiler berichtete darüber, dass in internen und gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand die dem Aufsichtsrat obliegenden Aufgaben wahrgenommen wurden.
Nach den Jahresberichten ergriff das Mitglied Gerhard Heilmann das Wort und beantragte die Entlastung des Aufsichtsrates und des Vorstandes, dessen Abstimmungen jeweils einstimmig erfolgten.

Da die Aufsichtsratsmitglieder Peter Seiler und Friedhelm Sliwka turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausschieden, fanden zum Schluss auch noch Wahlen statt. Es wurde die Wiederwahl vorgeschlagen und beide Aufsichtsratsmitglieder wurden einstimmig in ihre Ämter wiedergewählt.


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