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Bleibt die Mundschutzpflicht bis es einen Impfstoff gibt?

In der vorerst letzten Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs der Landesregierung wurde eine Zwischenbilanz gezogen und der Ausblick auf eine mögliche "zweite Welle" gewagt.

von Alexander Dontscheff


Der Mundschutz wird uns wohl noch eine Zeit lang als treuer Begleiter erhalten bleiben. Symbolbild.
Der Mundschutz wird uns wohl noch eine Zeit lang als treuer Begleiter erhalten bleiben. Symbolbild. Foto: Julia Seidel

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14.07.2020

Hannover. Am heutigen Dienstag fand die vorerst letzte Pressekonferenz des Corona-Krisenstabes der Niedersächsischen Landesregierung statt. Aufgrund der niedrigen Neuinfektionszahlen sei ein regelmäßiger Rhythmus nicht mehr notwendig. Heiger Scholz, Leiter des Krisenstabes, mahnte allerdings, bei den grundlegenden Schutzmaßnahmen nicht nachzulassen.


Man sei bislang gut durch die Krise gekommen, bilanzierte Heiger Scholz für Niedersachsen aber auch ganz Deutschland. Eine gewisse Achtsamkeit werde aber noch lange Zeit gebraucht. Scholz verglich die Situation mit einem Druckverband. Nur weil man die Blutung erfolgreich gestoppt habe, heiße das nicht, dass man den Verband wieder entfernen könne. Für die Corona-Situation bedeute dies, dass man grundlegende Maßnahmen wie die Maskenpflicht noch sehr lange Zeit aufrechterhalten müsse. "Notfalls so lange bis es einen Impfstoff gibt", betonte Scholz.

"Wir haben im Nebel gestochert"


Angesprochen auf eine mögliche "zweite Welle", erklärte der Krisenstabsleiter, dass gar nicht klar sei, was dies bedeute. Derzeit sei das Corona-Geschehen durch einzelne Hot-Spots gekennzeichnet, die man gut auf einen Ort, ein Ereignis oder einen Personenkreis eingrenzen könne. Dies sei - wenn auch teilweise mit radikalen Mitteln - gut beherrschbar. Problematisch würde es erst, wenn sich die Krankheit wieder flächendeckend und ohne erkennbaren Anlass ausbreiten würde. Falls es so weit komme, könne man jetzt auf einige Erfahrungen zurückgreifen. "Wir haben mit unseren Maßnahmen anfangs im Nebel gestochert", so Scholz. Trotz des schrittweisen Abbaus der Maßnahmen seien die Infektionszahlen nicht wieder angestiegen. Einige wie das Verbot von Großveranstaltungen und die Maskenpflicht würden aber noch immer gelten, weil diese als wirksame Mittel gegen eine Ausbreitung angesehen würden.


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