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Blühflächenprojekt des Landkreises unterstützt Artenvielfalt



Wolfenbüttel

Blühflächenprojekt des Landkreises unterstützt Artenvielfalt


Landrätin Christiana Steinbrügge, Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert, Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann, Samtgemeindesbürgermeisterin Regina Bollmeier und der Werlaburgdorfer Kreispolitiker und Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg (von links) trafen sich auf der Streuobstwiese bei Werlaburgdorf zum Informationsaustausch. Rechts daneben Diplom-Biologin Susanne Kracht. Foto: Landkreis
Landrätin Christiana Steinbrügge, Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert, Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann, Samtgemeindesbürgermeisterin Regina Bollmeier und der Werlaburgdorfer Kreispolitiker und Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg (von links) trafen sich auf der Streuobstwiese bei Werlaburgdorf zum Informationsaustausch. Rechts daneben Diplom-Biologin Susanne Kracht. Foto: Landkreis Foto: Landkreis

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Werlaburgdorf. Ortstermin auf der Streuobstwiese bei Werlaburgdorf: Die Fläche am Sandschollenberg oberhalb des Ortes gehört zum Blühflächenprojekt des Landkreises. Bei diesem Projekt arbeiten der Landkreis, die Kommunalpolitiker in den Gemeinden und Landwirte zusammen.



Ziel dabei ist es, gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Honig- und Wildbienen sowie anderen Insekten ein ausreichendes Nahrungsangebot zu sichern. Dabei werden spezielle Saatmischungen verwendet. Das Projekt ist ein Baustein des Masterplanes Naturschutz der Landkreisverwaltung. Durch eine gezielte Förderung bestimmter Tiergruppen soll ein Beitrag geleistet werden zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Bei den Blühflächen geht es dabei um Insekten und hier insbesondere um Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge.

Vor Ort trafen sich jetzt Landrätin Christiana Steinbrügge, der Werlaburgdorfer Kreistagspolitiker und Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg und der Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla Andreas Memmert zu einem Informationsaustausch. Auch Kreis-Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann und die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elm-Asse Regina Bollmeier machten sich ein Bild von dem Blühstreifen auf der Streuobstwiese, die eine von acht beteiligten Flächen ist. „Dies war Anfang September der einzige Streifen, wo jede Menge Schmetterlinge und Hummeln zu sehen waren“, berichtete Diplom-Biologin Susanne Kracht. Die Fachfrau betreut das Blühstreifenprojekt des Landkreises und weiß: In diesem Jahr hat die extreme Hitze der vergangenen Wochen dazu geführt, dass von den kleinflächig eingebrachten spätblühenden Pflanzen wie beispielsweise Kornblume oder Wilder Möhre nur noch wenig zu sehen ist.


Alle Beteiligten waren sich darüber einig: „Das ist ein superguter Ansatz, der beim Landkreis gut verortet ist“, so Andreas Memmert. Die Idee stoße bei den Bürgerinnen und Bürgern auf große Resonanz, sagte der Samtgemeindebürgermeister. „Wir haben in diesem Jahr Bienentage veranstaltet, zu denen rund 300 Besucherinnen und Besucher kamen.“

Großes Interesse


Auch Frank Oesterhelweg, von Beruf selber Landwirt, berichtete über großes Interesse in der Bevölkerung. „Die Wiese ist Eigentum des Vereins zur Pflege der Werlaburgdorfer Kulturlandschaft.“ Vor Ort sei auch die Idee entstanden, das Braunschweiger Modell um die Anpflanzung von spätblühenden Büschen und Bäumen zu erweitern. „Daraus entstand schließlich die Idee, auch hier auf der Wiese spätblühende Pflanzen kleinflächig einzubringen.“ Landrätin Christiana Steinbrügge zeigte sich beeindruckt: „Dieses Projekt ist sehr zu begrüßen. Es gehört in unsere Gesamtstrategie zum Masterplan Naturschutz. Dabei wollen wir neue Ideen entwickeln, um die Bereiche Landschaft, Naturschutz, Landwirtschaft und die Vermarktung regionaler Produkte erfolgreich miteinander zu vernetzen und für die Menschen sinnlich erfahrbar zu machen.“

Was die Blühstreifen angeht, so möchte der Landkreis auch in Zukunft die verschiedenen Saatmischungen für die Bienenweide zu günstigen Preisen anbieten, versicherte Kreis-Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann. Einig waren sich alle Beteiligten auch darin: „Es ist wichtig, dass dies alles möglichst unbürokratisch geht“.


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