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Bombenentschärfung - Darum muss evakuiert werden

von Anke Donner


Im Mascherider Holz wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Samstag entschärft werden. Schon vor mehr als einem Jahr wurde in Braunschweig eine Bombe gefunden. Symbolfoto: Robert Braumann
Im Mascherider Holz wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Samstag entschärft werden. Schon vor mehr als einem Jahr wurde in Braunschweig eine Bombe gefunden. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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09.03.2017

Braunschweig. Um eine Fliegerbombe aus Zweiten Weltkrieg zu entschärfen, wird am Samstag ein Gebiet von einem Kilometer im Mascheroder Holz evakuiert. Die Bombe würde eine unmittelbare Gefahr darstellen. Daher werden einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen, teilte die Stadt mit.



Wie die Stadt Braunschweig in der vergangenen Woche bekannt gab, sei das verdächtige Objekt im Rahmen von Auswertungen historischer Luftaufnahmen geortet worden. Entsprechende Sondierungen haben ergeben, dass dort ein Blindgänger liegt. Nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen aus der vorgenommenen Sondierung soll es sich bei dem aufgefundenen Gegenstand um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, bei er das Seitenruder bereits freigelegt sei.

Nummer sicher


Aufgrund der Sondierungsergebnisse bestehe bis zu einer Entschärfung, beziehungsweise der Sprengung oder der definitiven Feststellung, dass es sich um keinen Sprengkörper handelt, die Gefahr eines absehbaren Schadenseintritts, teilte die Stadt Braunschweig weiter mit. Die Bombe stelle eine unmittelbare Gefahr dar und bis zum Nachweis des Gegenteils müsse davon ausgegangen werden, dass der Zünder der Bombe durch Berührung, aber auch ohne weitere Einwirkung, die Explosion der Bombe herbeiführen kann.

Aufgrund der Größe der Bombe, man geht von einer fünf oder zehn Zentner-Bombe aus, und der Erfahrungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, sei im Fall einer notwendigen Sprengung oder bei einer Detonation mit einem Splitterflug von einem Kilometerzu rechnen. Die Stadt hat daher die Entscheidung getroffen, die Evakuierung des Gefahrenbereichs in einem Radius von einem Kilometer um den Fundort der Bombe durchzuführen. Dieser Radius seivon Feuerwehr und Polizei an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die Wahrscheinlichkeit einer Explosion ist während der Entschärfung eines Sprengkörpers am größten. Daher sei für die Entschärfung eine Evakuierung des Gefahrenbereichs zwingend erforderlich

Wohin mit den Bewohnern?


Etwa 6.000 Anwohner, die per Wurfsendung über die Einzelheiten der Räumung informiert wurden, müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Südstadt muss komplett geräumt werden, außerdem sind Teile des südlichen Rautheims und der nördliche Teil von Mascherode betroffen.

Nach derzeitiger Einschätzung können die Anwohner ab etwa 15 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Als Ausweichquartier steht ab 9 Uhr die Sporthalle der IGS Heidberg, Stettinstraße 1 zur Verfügung. Wer Hilfe beim Verlassen der Wohnung oder einen Krankentransport zur Sammelunterkunft benötigt, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (05 31) 19 222 zu melden. Unter der Telefonnummer (05 31) 23 45 678 steht die Feuerwehr für allgemeine Informationen zur Verfügung. Welche Straßen betroffen sind, finden Sie hierin der Auflistung.


Bombe im BraWo-Park


Vor etwa eineinhalb Jahren wurde bei Bauarbeiten auf dem BraWo-Gelände bereits ein Blindgänger gefunden und entschärft. Damals mussten 11.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen (regionalHeut.de berichtete).

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https://regionalbraunschweig.de/bomben-entschaerfung-hielt-braunschweig-in-atem/



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