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Braunkohlerevier: Unterstützung mit einer Million Euro



Helmstedt

Braunkohlerevier: Unterstützung mit einer Million Euro


Symbolbild: Marc Angerstein.
Symbolbild: Marc Angerstein. Foto: Marc Angerstein

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Helmstedt. Wie das Niedersächsische Wirtschaftsministerium bekannt gab, hat Wirtschaftsminister Olaf Lies am Rande des Plenums in Hannover dem Landkreis Helmstedt für die Bewältigung des Strukturwandels im Braunkohlerevier Helmstedt seine volle Unterstützung zugesagt.



In einem Gespräch mit dem Ersten Kreisrat Hans Werner Schlichting sagte Minister Olaf Lies dem Landkreis Helmstedt Fördermittel in Höhe von bis zu einer Million Euro zu.
Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Mit Hilfe dieser Fördermittel ermöglichen wir es der Region, schon frühzeitig in die Planung und Umsetzung von Projekten einzusteigen, um die Einstellung des Braunkohletagebaus sowie Kraftwerkbetriebes in Buschhaus zu kompensieren und neue Perspektiven für die Region zu entwickeln."
Hans Werner Schlichting, Erster Kreisrat des Landkreises Helmstedt: „Durch das Strommarktgesetz verliert der Landkreis mittelfristig rund 450 Industriearbeitsplätze. Mein Ziel ist es, diesen Arbeitsplatzverlust auszugleichen. Schon die Bildung einer Task-Force im Wirtschaftsministerium Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr versprach die Unterstützung des Landes. Jetzt setzt das Land auch Geld ein. Mein Einsatz in Hannover hat sich gelohnt. Mit einem für uns finanzierbaren Regionalmanagement werden wir in die Lage versetzt, den Strukturwandel in Helmstedt einzuleiten." Schon im März 2016 hatte Minister Lies eine „Task-Force Braunkohlerevier Helmstedt" einberufen und Staatssekretärin Daniela Behrens mit deren Leitung beauftragt. Das heute beschlossene Modellvorhaben stelle insofern auch einen wichtigen Meilenstein in der Arbeit der Task-Force dar.

Die Umsteuerung in der Energiepolitik infolge des Klimaschutzes führt Pressemitteilungen zufolge dazu, dass im Landkreis Helmstedt der Betrieb des Kraftwerkes Buschhaus zum Monatsende eingestellt wird. Zwar verbliebe das Kraftwerk noch bis Ende 2020 in der so genannten Kaltreserve, allerdings ohne Perspektive auf einen dauerhaften Weiterbetrieb. Für die Beschäftigten und die Region bedeute dies einen sukzessiven Verlust von 200 hochqualifizierten Industriearbeitsplätzen. Noch einmal die gleiche Anzahl von Arbeitsplätzen sei von der Einstellung des Braunkohletagebaus betroffen. Nach Abschluss der Renaturierungsarbeiten werden auch hier die bisherigen Arbeitsplätze wegfallen. Diese Entwicklung stelle den Landkreis Helmstedt in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen.
Mit der Unterstützung des Landes könne nun ein breites Spektrum an Maßnahmen finanziert werden. So werde der Landkreis Helmstedt mit Hilfe externen Management-Know-hows in einem strukturierten Entwicklungsprozess konkrete Projekte zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaftsstruktur ausarbeiten und umsetzen. In diesem Rahmen soll auch die landkreisübergreifende Zusammenarbeit weiter intensiviert und ausgebaut werden.
Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Mit solchen Maßnahmen stärken wir den Wirtschaftsstandort und schaffen den kommenden Generationen wichtige Grundlagen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Helmstedt umgehend das Zepter in die Hand genommen hat und mit Tatkraft den Strukturwandel gestalten möchte."
Gegenstand der Projektarbeit sollen in den nächsten Jahren vor allem Vorhaben sein, die die unternehmerische Initiative und die Innovationskapazitäten der regionalen und lokalen Wirtschaft stärken oder in vorhandenen Sektoren die Einführung neuer oder besserer marktfähiger Erzeugnisse, Prozesse oder Dienstleistungen unterstützen.


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