10. Neujahrsempfang für Damen der Hospiz Stiftung


Petra Gottsand (Leiterin Hospiz), Sybille Hempel-Abromeit, Prof. Annelie Keil, Erika Borek (Vorsitzende der Stiftung)

(v. li.).  Fotos: Hospiz Stiftung für Braunschweig
Petra Gottsand (Leiterin Hospiz), Sybille Hempel-Abromeit, Prof. Annelie Keil, Erika Borek (Vorsitzende der Stiftung)

(v. li.). Fotos: Hospiz Stiftung für Braunschweig Foto: privat

Braunschweig. Im März vor zehn Jahren wurde das Hospiz am Hohen Tore eröffnet. „Es ist ein Grund, glücklich zu sein, dass es dieses Haus gibt“, sagte  Erika Borek, Vorsitzende der Stiftung, während der Begrüßung beim 10. Neujahrsempfang für Damen.


Zeit, Kraft, Hilfe und den letzten Stunden mehr Leben zu geben, das sei der Hospizgedanke, den die Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Kräfte verinnerlicht hätten.

<a href= Prof. Annelie Keil.">
Prof. Annelie Keil. Foto: privat



Als Rednerin hatte die Hospiz Stiftung für Braunschweig für den Jubiläumsempfang die Bremer Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin Professor Annelie Keil eingeladen, die im letzten Jahr zusammen mit Henning Scherf das Buch „Das letzte Tabu – Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ veröffentlicht hat. Prof. Keil hielt vor rund 70 Zuhörerinnen einen spannenden und lebendigen Vortrag zum Thema „Anstiftung und Zuspruch zum Leben bis zuletzt – An der Seite der Sterbenden auch sich selbst begleiten“.

Sie sprach von der Anstiftung zum Leben, die Menschen mit der Geburt bekämen. Was sie aus dem Stiftungskapital machten, dafür sei jeder selbst verantwortlich. „Das Leben ist schön, von einfach hat niemand geredet. Das Leben hat nichts versprochen“.

Viele Aussagen des Vortrags regten zum Nachdenken an: „Das einzige, was wir wirklich wissen, ist der Tod. Zum Glück wissen wir nicht wann und wie. Bis dahin haben wir die Möglichkeit, unser Wissen, unser Glück, unsere Liebe, unsere Freude zu mehren. Und zum Ende müssen wir den Abschied leben lernen.“ Sie sprach auch die Veränderungen an, mit denen die Hospizbewegung in den nächsten Jahren konfrontiert sein wird. So muss z.B. darüber nachgedacht werden, wie Menschen mit Demenz angemessen begleitet werden können.

Musikalisch wurde der Vortrag begleitet von der Braunschweiger Pianistin Sybille Hempel-Abromeit.


zum Newsfeed