63-Jährige fällt auf Gewinnversprechen herein: Sie zahlt über 1.000 Euro an Betrüger

Dies berichtet die Polizei.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

Braunschweig. Die Polizei warnt vor Betrügern, die am Telefon hohe Gewinne versprechen, es aber letztlich nur auf das Geld der Geschädigten abgesehen haben. Vor zwei Wochen erhielt eine 63-Jährige einen Anruf, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass sie die Gewinnerin eines sechsstelligen Betrags sei. Ihr wurden ein weiterer Ansprechpartner, eine Rückrufnummer sowie ein Aktenzeichen genannt. Am nächsten Tag erfolgte ein zweiter Anruf aus dem Ausland. Man versicherte der 63-Jährigen auf ihre skeptische Nachfrage, ihr Gewinn befinde sich in Dänemark und deshalb nehme man den Kontakt direkt von dort mit ihr auf. Die Braunschweigerin wurde mehrfach aufgefordert, Gutscheine und Überweisungen an ein ausländisches Konto vorzunehmen. Nachdem die 63-Jährige zunächst eine Summe auf das ausländische Konto überwiesen hatte, wurde sie misstrauisch und beendete den Kontakt. Ihr entstand ein Schaden von über 1.000 Euro. Dies berichtet die Polizei.


Zum genauen Tathergang:


Die Braunschweigerin wurde aufgefordert, zwei Gutscheine eines Versandhauses im Wert jeweils 100 Euro zu kaufen und sich anschließend telefonisch zurückzumelden, um damit ihre Zustimmung für den Gewinn zu signalisieren. Diesem Angebot folgte die Frau und gab die Codenummern der Gutscheine an die unbekannte Anruferin weiter. In weiteren Telefonaten teilte die gleiche Frau mit, dass die Auszahlung des Gewinns nun vorbereitet sei und über eine Bank in Deutschland abgewickelt werde.

Hierzu sei lediglich noch die Überweisung von mehreren Tausend Euro nötig. Als sich die 63-Jährige zunächst weigerte, einen solch hohen Betrag zu leisten, einigten sie sich auf eine geringere Zahlung, die auf ein ausländisches Konto erfolgte. Als die Braunschweigerin ein drittes Mal aufgefordert wurde, nun noch eine fünfstellige Summe für anfallende Steuern zu überweisen, brach sie schließlich den Kontakt ab.

Einen Gewinn erhielt die Frau nicht, verzeichnet aber einen Schaden von über 1.000 Euro. Sie offenbarte sich der Polizei, die ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges einleitete.


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