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Braunschweig: Antidiskriminierungsstelle hat Arbeit aufgenommen



Antidiskriminierungsstelle hat Arbeit aufgenommen

Der Rat der Stadt hatte die Verwaltung mit der Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle für Braunschweig beauftragt.

Samira Ciyow stellvertretende Leiterin des Büros für Migrationsfragen, Franca Özkan Leiterin der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Braunschweig, Dr. Christine Arbogast Sozialdezernentin, Hans-Peter Lorenzen Geschäftsführer der Volkshochschule Braunschweig
Samira Ciyow stellvertretende Leiterin des Büros für Migrationsfragen, Franca Özkan Leiterin der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Braunschweig, Dr. Christine Arbogast Sozialdezernentin, Hans-Peter Lorenzen Geschäftsführer der Volkshochschule Braunschweig Foto: Stadt Braunschweig//Nielsen

Braunschweig. Die Stadtverwaltung hat eine Antidiskriminierungsstelle für Braunschweig eingerichtet, die an der VHS angesiedelt wurde und am 1. Juni ihre Arbeit aufgenommen hat. Ziele sind die Beratung und Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung sowie Prävention, berichtet die Stadtverwaltung am heutigen Montag.



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"Mit der Einrichtung der Antidiskriminierungsstelle werden wir der gesellschaftlich sehr wichtigen Aufgabe gerecht, Diskriminierung zu bekämpfen, die leider in vielen Bereichen und vielen verschiedenen Formen noch existiert", sagte Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast bei einem Pressegespräch am heutigen Montag. "Unsere Antidiskriminierungsstelle ist offen für alle Menschen, die aufgrund von ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Identität oder Behinderung eine Benachteiligung erfahren haben. Aber natürlich auch für Fälle von Diskriminierung, die nicht über das AGG abgedeckt ist, wie zum Beispiel bei Beschimpfungen im öffentlichen Raum oder Hassrede in sozialen Medien."



Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Franca Özkan, sagte, sie werde in einem ersten Arbeitsschritt die Netzwerkarbeit mit den bestehenden Institutionen und Initiativen aus Braunschweig intensivieren, die bereits zu Diskriminierungsdimensionen beraten, über eine große Expertise verfügen und die größtenteils an der Entwicklung dieser Beratungsstelle mitgewirkt haben. Um ein diverses Beratungsangebot anbieten zu können, sollen gemeinsam Bedarfe und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden. "Dabei steht an erster Stelle aus der Perspektive von Betroffenen und Ratsuchenden zu überlegen, welche Strukturen hilfreich sind und wie gemeinsam Lösungen für die jeweiligen Fälle gefunden werden können", sagte Özkan.

Befristet für drei Jahre



Der Rat der Stadt hatte die Verwaltung mit der Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle für Braunschweig beauftragt. Zur Umsetzung dieser Aufgabe wurde eine Gruppe von Initiatorinnen und Initiatoren, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aller Diskriminierungs­dimensionen gegründet. In einem breit angelegten partizipativen Prozess wurde der Aufbau eines Netzwerkes Antidiskriminierung und einer Antidiskriminierungsstelle Braunschweig entwickelt und ein Konzept für Braunschweig erstellt. Die Antidiskriminierungsstelle, die befristet für drei Jahre an der Volkshochschule angesiedelt wurde, wird die Arbeit mit dem Braunschweiger Netzwerk Antidiskriminierung weiterführen.

"Es war eine sehr gute Entscheidung, die Antidiskriminierungsstelle bei der VHS anzusiedeln", sagte VHS-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenzen. "Eine solche zusätzliche Beratungsdienstleistung entspricht 1:1 unserem Leitbild und unserem Selbstverständnis: Wir handeln in öffentlicher Verantwortung, sind Ort der Begegnung, ermöglichen den Zugang für alle und stehen für Teilhabe und gesellschaftliche Integration. Dabei leben und fördern wir Vielfalt im Sinne eines produktiven und wertschätzenden Umgangs mit religiösen, kulturellen und sexuellen Unterschiedlichkeiten."

Räumlich untergebracht ist die Antidiskriminierungsstelle gemeinsam mit dem Projekt "Demokratie leben!", das ebenfalls dem Bereich Politische Bildung der VHS angehört und in Kooperation mit dem kommunalen Büro für Migrationsfragen durchgeführt wird, in den städtischen Räumen Schuhstraße 24.


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