Braunschweig. Was macht eine vier Meter lange Schlangenhaut mitten auf einem Bürgersteig in Rüningen? Ein außergewöhnlicher Fund am Heerstieg sorgt derzeit für Rätselraten. Eine Anwohnerin entdeckte das mächtige Reptilien-Relikt am vergangenen Montagnachmittag und brachte es direkt zum Polizeikommissariat Braunschweig-Süd.
Weil die rund vier Meter lange Hülle vermutlich von einer exotischen Netzpython stammt, beschlagnahmten die Beamten das Fundstück umgehend und leiteten Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ein. Doch wie kam die Schlangenhaut auf den Gehweg? Schleicht nun etwa eine riesige Würgeschlange durch Braunschweiger Wohngebiete?
Haut schön älter
Auf Nachfrage von regionalHeute.de gibt die Polizei Braunschweig hier Entwarnung. Nach ersten Einschätzungen handelt es sich bei dem Fund zwar um eine echte Schlangenhaut, eine frische Häutung lasse sich jedoch ausschließen. Das Tier hat sich also nicht vor Ort gehäutet – die Haut ist vermutlich bereits mehrere Jahre alt und wurde dem Reptil einst von Menschenhand abgezogen, sagt Polizeisprecherin Anna Ahrens.
Polizei ermittelt weiter
Die Riesenhaut wurde an das zuständige Fachkommissariat übergeben, wo sie genauer untersucht wird, um ihre exakte Herkunft zurückzuverfolgen.
Die Kriminalpolizei hofft dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Montagnachmittag in Rüningen auffällige Beobachtungen gemacht hat oder weiß, wer in der Region eine solche Schlangenhaut besessen haben könnte, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0531/476 2516 zu melden.

