"Bänke gegen Rassismus" stehen jetzt auch in Braunschweig

Die Bänke haben eine Rückenlehne von zirka zwei Metern, aber eine Sitzfläche von 1,5 Metern. Die fehlende Sitzfläche auf der rechten Seite symbolisiere das Motto, indem es keinen Platz für Rassismus ermögliche.

Bänke mit den ehrenamtlichen Baumeistern Adrian und Martin Koschyk (links), Oberbürgermeister Dr. Torsten Kornblum (Mitte), dem Vorsitzenden der Freiwilligenagentur Falk Hensel (rechts), sowie Projektpartnern, Sponsoren und Mitarbeitern beziehungsweise Vertretern der AWO und der Freiwilligenagentur.
Bänke mit den ehrenamtlichen Baumeistern Adrian und Martin Koschyk (links), Oberbürgermeister Dr. Torsten Kornblum (Mitte), dem Vorsitzenden der Freiwilligenagentur Falk Hensel (rechts), sowie Projektpartnern, Sponsoren und Mitarbeitern beziehungsweise Vertretern der AWO und der Freiwilligenagentur. Foto: Martina Bartling / AWO Bezirksverband Braunschweig

Braunschweig. Acht „Bänke für Vielfalt“ mit dem Aufdruck „Kein Platz für Rassismus“ wurden am gestrigen Mittwoch in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum an die beteiligten Organisationen übergeben. Das Projekt soll zum Mitmachen einladen. Die Bänke haben eine Rückenlehne von zirka zwei Metern, aber eine Sitzfläche von 1,5 Metern. Die fehlende Sitzfläche auf der rechten Seite symbolisiere das Motto, indem es keinen Platz für Rassismus ermögliche. Das teilt die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport in einer Pressemitteilung mit.


Lesen Sie auch: 3/4 Sitzfläche: Wolfenbüttel hat jetzt "Bänke gegen Rassismus"


Die Freiwilligenagentur und die AWO möchten ein weiteres sichtbares Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus setzen. Diese Bänke sollen zum Nachdenken anregen und die sie nutzenden Menschen daran erinnern, dass für Rassismus kein Platz ist – weder bei der Freiwilligenagentur, der AWO noch bei ihren Partnern. „Wir wollen nicht nur über Rassismus sprechen, sondern etwas Bleibendes schaffen und somit das Thema in den Köpfen aktuell halten“, sagt Falk Hensel, 1. Vorsitzender der Freiwilligenagenturen Braunschweig und Wolfenbüttel. „Das Projekt soll der Diskriminierung von Menschen entgegenwirken, indem es demokratische Werte aus dem Artikel 3 unseres Grundgesetztes aufgreift und öffentlichkeitswirksam in den lokalen Medien und auf Social Media thematisiert.“

Einrichtungen entscheiden über Standorte


Die zentrale Steuerung des Projekts hat die Freiwilligenagentur Braunschweig übernommen. Weitere teilnehmende Partnereinrichtungen in Braunschweig sind unter anderem das AWO Sozialpsychiatrische Zentrum, das Kinder- und Jugendzentrum St. Magni, das Quartierszentrum Hugo-Luther-Straße, der AWO Nachbarschaftsladen Heidberg, die Landeskirchliche Gemeinschaft Bezirk Braunschweig und Volkshochschule Braunschweig. Diese haben die Bänke übernommen und entscheiden jeweils über den Standort.

Das Projekt wird gemeinsam mit Ehrenamtlichen der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales–Sport e.V. Braunschweig/Wolfenbüttel umgesetzt. Das Bauteam rund um Adrian und Martin Koschyk ist seit zwei Monaten im Einsatz. Sie erstellen die Pläne und sorgen von der Entwicklung, über die Vorbereitung bis zur Durchführung für alle notwendigen Schritte zum Bau der Bänke für Vielfalt. Die Bänke können als Bausätze oder fertiges Produkt eingesetzt werden. Am Projekt hätten die Firma T. Wehrstedt Metallbau GmbH Wolfenbüttel und die T-Shirt Schmiede Wolfenbüttel mitgewirkt und das Projekt mit Material sowie tatkräftiger Unterstützung gestärkt.

Projektidee aus Heinsberg



Die Projektidee (Kein Platz für Ausgrenzung) ist über die DeinWerk gGmbH aus Heinsberg entstanden. Der Bau der ersten Bänke wurde finanziell durch die jeweiligen "Demokratie leben!"-Programme gefördert durch "Demokratie leben! Braunschweig“ mit der Volkshochschule und dem Büro für Migrationsfragen in Braunschweig.


zum Newsfeed