Braunschweig. Bei Sondierungsarbeiten vor einigen Wochen hat sich nordöstlich von Leiferde ein Verdachtspunkt für einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Um die mutmaßliche Fliegerbombe, die mehrere Meter tief im Erdreich liegt, freilegen und entschärfen zu können, müssen am heutigen Freitag rund 4.200 Anwohner ihre Häuser verlassen. regionalHeute.de berichtet den Tag über von den Ereignissen vor Ort.
Seit 8 Uhr laufen die Evakuierungen. Sie betreffen alle Menschen, die in einem Umkreis von einem Kilometer um den Fundort leben. Der Bereich umfasst größtenteils die Stadtteile Leiferde und Stöckheim sowie einzelne Grundstücke im Süden von Rüningen.
Anwohner werden in Aula untergebracht
Als Ausweichquartier steht den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern ab 8 Uhr die Aula der Grund- und Hauptschule Rüningen in der Thiedestraße 24a zur Verfügung. Ebenfalls ab 8 Uhr richtet die BSVG einen Shuttlebusverkehr ein, der von Stöckheim über Leiferde zur Sammelunterkunft in Rüningen fährt. Die Busse fahren im 7,5-Minuten-Takt, bis das Evakuierungsgebiet vollständig geräumt ist.
Straßen werden gesperrt
Ab 8 Uhr werden die Leipziger Straße, der Rüninger Weg und der Schenkendamm für den Verkehr gesperrt. Die Thiedestraße zwischen Rüningen und Leiferde bleibt von den Sperrungen unberührt und ist weiterhin befahrbar.
Im Laufe des Vormittags wird zudem der Zugverkehr unterbrochen. Auch der Busverkehr ist eingeschränkt.
Evakuierung läuft problemlos
Aktualisiert, 10 Uhr: Wie Sven Grabenhorst von der Feuerwehr Braunschweig erklärt, sei die Evakuierung bisher ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Einsatzkräfte kontrollieren jede Straße und jedes Haus und weisen die Anwohner darauf hin, das Gebiet zu verlassen.
Evakuierung fast abgeschlossen
Aktualisiert, 10.30 Uhr: Um 10.30 Uhr soll die Evakuierung abgeschlossen sein. Bis dahin haben knapp 300 Einsatzkräfte dafür gesorgt, dass das Gebiet vollständig geräumt wurde. Dazu gehörten auch 13 Krankentransporte. Die Anwohner werden in der Aula der Grund- und Hauptschule Rüningen untergebracht.
Aktualisiert, 10.45 Uhr: In der Sammelunterkunft sind laut Dietmar Pein, Zugführer DRK, 32 Personen und drei Hunde untergebracht. Die Stimmung sei gut, so Pein. 51 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes kümmern sich in der Aula um die Versorgung der Anwohner und waren auch für den Krankentransport zuständig.
Aufgebaut wurde bereits am Donnerstagabend, um 7.20 Uhr am heutigen Freitag haben die DRK-Kräfte ihren Dienst angetreten, um die ersten Anwohner aufzunehmen und zu registrieren. In der Schule können bis zu 150, in der Turnhalle sogar mehr als 200 Personen untergebracht werden.
Wer nicht in die Sammelunterkunft will, kann sich den Tag im Braunschweiger Zoo vertreiben. Dieser hatte die Anwohner eingeladen.

In der Aula der Grund- und Hauptschule Rüningen kümmern sich Kräfte des DRK um die Anwohner. Foto: @fotobully
Aktualisiert, 10.50 Uhr:
Etwa 90 % der Kontrollen sind abgeschlossen. Um kurz nach 10 Uhr wurde auch die Bahnstrecke gesperrt, der Luftraum über dem betroffenen Gebiet ist jedoch noch offen. Der Sprengmeister ist bereit und wartet auf die Freigabe, erklärt Jens Lehmann, Sprecher der Berufsfeuerwehr Braunschweig.
Artikel wird fortlaufend aktualisiert.



