Braunschweig will "Smart-City-Modellstadt" werden


Die Stadt soll effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestaltet werden. Symbolbild: Archiv
Die Stadt soll effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestaltet werden. Symbolbild: Archiv Foto: Archiv

Braunschweig. Braunschweig will eine von Deutschlands Smart-City-Modellstädten werden. Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat für seine Sitzung am 21. Mai vor, dass sich die Stadt um Fördermittel aus dem "Modellprojekt Smart Cities" des Bundesinnenministeriums bewirbt. Dies teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.


Insgesamt könnten auf sieben Jahre verteilt bis zu circa 11,4 Millionen Euro Fördermittel nach Braunschweig fließen. Dass sich Braunschweig zu einer Smart City entwickeln solle, sei Konsens. Der Rat der Stadt habe bereits am 21. Juli 2015 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sei das als Ziel formuliert. Im Dezember 2018 beauftragte die Stadt die Partnerschaft Deutschland GmbH (PD) mit der Erstellung eines Smart-City-Rahmenkonzepts, das den strategischen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre abstecken solle.

Effizienter und fortschrittlicher


Das Konzept solle nun Bestandteil des geplanten Förderantrags beim Bundesinnenministerium werden. Die Förderinitiative des Bundes solle den Smart-City-Entwicklungsprozess erheblich beschleunigen. "Smart-City-Projekte könnten schneller umgesetzt werden, wir würden sicher auch vom vorgesehenen Austausch mit den anderen Pilotstädten profitieren", erklärt Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. Der Begriff Smart City habe sich dabei nicht auf Projekte mit Bezug zur Digitalisierung beschränkt, sondern umfasse alle ganzheitlichen und integrierten Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, die Stadt effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten.

Breit aufgestellte Forschungslandschaft


Mögliche Handlungsfelder seien E-Government, Infrastruktur, Soziales, Umwelt, Industrie beziehungsweise Wirtschaft 4.0, Digitale Bildung sowie Kommunikation und Bürgerdialog. Bei der Entwicklung und Umsetzung der Smart-City-Strategie strebe die Stadtverwaltung eine enge Zusammenarbeit mit den Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen in Braunschweig und der Region an. "Der Standort Braunschweig bietet mit seiner breit aufgestellten Forschungslandschaft beste Voraussetzungen, um zukunftsweisende Innovationen technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur voranzutreiben", so Leppa. Die in Aussicht stehende finanzielle Unterstützung sei auch mit Blick auf die geplante Haushaltskonsolidierung eine Chance, die ergriffen werden sollte.

Die Förderung umfasse einen Eigenanteil der Kommunen von 35 Prozent. Im Falle einer Förderung in Höhe von bis zu 11,375 Millionen Euro müsste die Stadt über den Zeitraum von sieben Jahren bis zu 6,125 Millionen Euro an Ko-Finanzierungsmitteln bereitstellen.


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