Braunschweiger Forscher-Team erhält 15 Millionen Euro

Die Wissenschaftler wollen den Stromverbauch von KI-Anwendungen reduzieren.

Professor Andreas Waag (TU Braunschweig) und Professor Christian Werner (Ostfalia) am ersten Demonstrator des neuromorphen Computeraufbaus.
Professor Andreas Waag (TU Braunschweig) und Professor Christian Werner (Ostfalia) am ersten Demonstrator des neuromorphen Computeraufbaus. | Foto: Laurenz Kötter/TU Braunschweig

Braunschweig. Künstliche Intelligenz frisst reichlich Strom. Ein Forschungsverbund aus Braunschweig will das ändern und erhält jetzt 15 Millionen Euro als Förderung.



Das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung fördern den niedersächsischen Mikroelektronik-Verbund „Nitride Technology Center“ (NTC) unter Federführung der Technischen Universität Braunschweig mit rund 15 Millionen Euro. Unter dem Projektnamen „Bringing Light to Micoelectronics“ (BRIGHT) entwickelt der Verbund unter anderem einen einzigartigen neuromorphen Computer auf der Basis von LEDs. Dieser soll zukünftig den gigantischen Stromverbrauch von KI-Anwendungen dramatisch reduzieren.Das berichtet die TU in einer Pressemitteilung.

Neues Computerdesign soll Energiehunger reduzieren


Das Forscher-Team der TU, der Leibniz Universität Hannover, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften habe eine klare Vision: Mit einem neuartigen Computerdesign den Energiehunger von Künstlicher Intelligenz auf ein Minimum reduzieren. Statt Transistoren stehen dabei mikroskopisch kleine LEDs im Rechenzentrum.

Bereits jetzt konnte ein Team am Braunschweiger Forschungszentrum LENA die Funktionsweise des neuartigen Computerdesigns erfolgreich demonstrieren. In den kommenden fünf Jahren will das Projektteam diesen Ansatz optimieren, die Vernetzung vervielfachen und Schlüsselkomponenten weiterentwickeln.