BürgerKolleg feierte 100. Seminar!


Projektpartner des BürgerKollegs: Uwe Stelzer (Stadtsportbund), Ulrich E. Deissner (Bürgerstiftung), Hans Olof Wölber (Notar u. Referent), Arnold Henrich (Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde), (v.l.n.r.). Foto: Bürgerstiftung Braunschweig
Projektpartner des BürgerKollegs: Uwe Stelzer (Stadtsportbund), Ulrich E. Deissner (Bürgerstiftung), Hans Olof Wölber (Notar u. Referent), Arnold Henrich (Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde), (v.l.n.r.). Foto: Bürgerstiftung Braunschweig

Braunschweig. Am 21. Oktober fand das 100. Seminar des vor vier Jahren gestarteten Projektes statt, das die Bürgerstiftung in Kooperation mit der Volkshochschule Braunschweig und weiteren Partnern durchführt, gab die Bürgerstiftung in einer Pressemitteilung bekannt.


Über 230 Vereine und mehr als 600 ehrenamtlich engagierte Menschen hätten bisher von den kostenfreien Weiterbildungsangeboten des BürgerKollegs Braunschweig profitiert. "Welche Fördermöglichkeiten für gemeinnützige Organisationen gibt es? Was gehört in eine Pressemitteilung? Wie gewinne ich neue Mitglieder? Wie gehe ich mit Konflikten im Vorstand um?" Diese und ähnliche Fragen würden fast alle ehrenamtlich Engagierten beschäftigen, so die Bürgerstiftung Braunschweig. Die Seminare, Vorträge und Workshops des BürgerKollegs böten hierfür fachliche und persönliche Stärkung. Jeder/ jede Engagierte könne sich anmelden, eine Teilnahmegebühr gäbe es nicht. „Mit dem BürgerKolleg haben wir einen Nerv getroffen. Zahlreiche Braunschweigerinnen und Braunschweiger engagieren sich ehrenamtlich, häufig in verantwortungsvollen Positionen. Doch in Kernfragen herrscht nicht selten Unsicherheit, zum Beispiel wenn es ums Rechtliche geht. Dementsprechend hoch ist der Bedarf nach Weiterbildung.“, erklärt Ulrich E. Deissner, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung. Das Thema der Jubiläumsveranstaltung avancierte zum Klassiker und war ausgebucht: Es ging um Vereinsrecht. Grundlagenwissen, zum Beispiel zu Gemeinnützigkeit, Satzung und Steuern, sei unerlässlich für jeden Vorstand. Mittlerweile böte das BürgerKolleg Qualifizierungen zu mehr als 20 Themengebieten an, die von gut 30 – zur Hälfte ehrenamtlichen – Referentinnen und Referenten abgedeckt würden. Das BürgerKolleg wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Partner nicht denkbar. Die Volkshochschule führe die Buchungen (bereits mehr als 1.200) für die Kurse durch und unterstütze mit ihren Erfahrungen. Die Braunschweigische Landessparkasse sei nicht nur Sponsor der ersten Stunde, sondern stelle auch Referenten zur Verfügung. In enger Abstimmung mit diversen Trägerverbänden fänden auch geschlossene Kurse statt. Auf diese Weise würden bestehende Angebote sinnvoll ergänzt oder neue Themenfelder besetzt. Regelmäßige gemeinsame Seminarangebote gäbe es unter anderem mit dem Stadtsportbund Braunschweig und dem Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde.
"Die Seminare sind eine wertvolle Ergänzung des Fort- und Weiterbildungsangebotes des Stadtsportbundes für Führungskräfte von Sportvereinen und -verbänden. Dieses abgestimmte Schulungsprogramm sowohl den Mitgliedern des Stadtsportbundes als auch anderen ehrenamtlich Engagierten anzubieten und dabei das Know-How der Volkshochschule einzubinden, ist ein gutes Beispiel einer gewinnbringenden Kooperation von Bildungsträgern in Braunschweig“, sagt Thomas Schebesta, Vizepräsident Bildung des Stadtsportbundes.
Manfred Weiß, Vorsitzender des Landesverbandes Braunschweig der Gartenfreunde, führt dazu aus: „Wir bedanken uns für die angebotenen Seminare für unsere ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder. Die Vermittlung kompetenter Referenten zu den Themen Finanzen, Buchhaltung oder Konfliktbewältigung im Verein sowie Vereinsführung und Sitzungsleitung ist bei unseren Mitgliedern sehr positiv aufgenommen worden. Wir freuen uns auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit.“
Typisch sei, laut der Bürgerstifung Braunschweig, von Projektbeginn an eine bunte Mischung in den Kursen: Menschen aus verschiedenen Bereichen des ehrenamtlichen Engagements kämen zusammen, ob aus Sport, Kultur, aus Kleingärtnervereinen, aus der Selbsthilfe und viele mehr. Engagierte ohne feste Vereinszugehörigkeit würden ebenfalls an den Kursen teilnehmen. Dass dies viele Vorteile hat, weiß Projektkoordinator Patrick Scheunemann: „Viele Teilnehmende erleben in den Seminaren neben der Weiterbildung immer wieder einen wertvollen Blick über den Tellerrand, lernen andere Vereine und ihre Aktivitäten kennen. Die Menschen tauschen Erfahrungen aus, im Idealfall vernetzen sie sich langfristig.“
Nicht zuletzt durch Anregungen von Teilnehmenden selbst seien die Seminarangebote dynamisch und eng am Bedarf orientiert. Auf diese Weise kämen immer wieder neue Themen auf die Agenda. Seminare finden in diesem Jahr noch bis November statt, die Vorbereitungen für 2017 laufen bereits.

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