Das Staatstheater Braunschweig wird morgen bestreikt

Aufgerufen sind die nicht-künstlerischen Bühnenbeschäftigten.

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Archivbild | Foto: Matthias Kettling

Braunschweig. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft die Beschäftigten des Staatstheaters Braunschweig am morgigen Freitag zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Hintergrund ist der aus Sicht der Gewerkschaft äußerst zähe und bislang inakzeptable Verlauf der zweiten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der Länder. Das teilt Verdi in einer Pressemeldung mit.



Auch nach der zweiten Runde hätten die Arbeitgeber kein ernsthaft verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Insbesondere bliebe unklar, wie reale Einkommensverluste der Beschäftigten wirksam ausgeglichen werden sollen. „Wer lediglich die Inflation ausgleichen will, hält die Menschen gerade so über Wasser – aber sicher nicht bei der Stange“, kritisiert Orhan Sat, für das Staatstheater Braunschweig zuständiger Gewerkschaftssekretär von Verdi.

Druck auf die Tarifgemeinschaft


Mit dem Warnstreik am Staatstheater Braunschweig wollen die Beschäftigten nun den Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder erhöhen. Verdi erwarte von den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot, das der Leistung und Verantwortung der Beschäftigten gerecht werde.

Konsequenzen unklar


Zum Streik aufgerufen sind die nicht-künstlerischen Bühnenbeschäftigten – etwa Beleuchter, Bühnentechniker, Requisiteure, Tischler, Maskenbildner, Garderobenangestellte und Verwaltungskräfte. Ob dies in Braunschweig zum Ausfall von Vorstellungen führt, ist unklar. Karteninhaber sollten sich vorab beim Theater informieren.