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Demo-Sonntag - die Zusammenfassung



Demo-Sonntag - die Zusammenfassung

von Robert Braumann


Bragida und Bündnis gegen Rechts riefen wieder zu Kundgebungen auf. Bei Bragida kam ein Großteil der Anhänger von außerhalb. Foto: Robert Braumann
Bragida und Bündnis gegen Rechts riefen wieder zu Kundgebungen auf. Bei Bragida kam ein Großteil der Anhänger von außerhalb. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Erneut hatte Bragida eine Kundgebung auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz angemeldet. Hier versammelten sich 100 Bragida-Anhänger. Die Polizei teilte mit: "Unter den Teilnehmern der Bragida befanden sich in der Mehrzahl Personen, die dem rechten Spektrum und der Hooliganszene zuzurechnen sind. Diese reisten von außerhalb an." Das Bündnis gegen Rechts organisierte zeitgleich ein Protestpicknick und das wurde gut besucht. Rund 220 Gegendemonstranten hatten sich zusammengefunden und verspeisten in gemütlicher Atmosphäre ihre mitgebrachten Leckereien, in unmittelbarer Nähe zur Bragida-Kundgebung. Dann wurde wieder lautstark gegen die islamkritische Bewegung protestiert. Bragida hatte sich zwei Gastredner eingeladen. Ignaz Bearth und Ferdinand Lekaboth.

Ignaz Bearth ist ein rechtspopulistischer Schweizer Politiker, Gründer und Präsident der Partei Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS). Hinter dem Redner liegen bewegte Zeiten (RegionalBraunschweig.de berichtete). Er hielt eine etwa 45-minütige Rede, in der er die Medien und die Politiker kritisierte. Ferdinand Lekaboth hielt auch einen kurzen Redebeitrag. Er sagte unter anderem, jede erfolgreiche Nation bräuchte Patriotismus.



Die meisten Teilnehmer kamen laut Polizei von außerhalb. Foto: Robert Braumann



Im Anschluss an weitere Redebeiträge von Versammlungsbesuchern, wurde ein Aufmarsch durch die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gegendemonstranten hatten sich an der Strecke aufgebaut und von beiden Seiten waren vereinzelt Anfeindungen zu vernehmen.


Die Polizei leitetet die Anhänger von außerhalb über den Bohlweg zurück zu ihren Fahrzeugen. Foto: Robert Braumann



Im Anschluss an die Bragida-Kundgebung mussten rund 60 Personen, die von außerhalb angereist waren, zurück zu ihren Fahrzeugen an der Theodor-Heuss-Straße geführt werden. Sie durften auf dem Weg dorthin keine Banner zeigen oder Parolen rufen. Die Polizei drohte bei Zuwiderhandlungen mit Konsequenzen. Auf der Strecke versuchten Gegendemonstranten immer wieder an den Aufzug heranzukommen. Die Polizei trat sehr Souverän auf und ließ mit einer überlegten Strategie kein Aufeinandertreffen zu. Die Personen, die von außerhalb angereist waren, folgten den Aufforderungen der Polizei. Durch die Rückführung über den Bohlweg vorbei an der Volkswagen Halle zur Theodor-Heuss-Straße, kam es zwischenzeitlich zu Verkehrsbehinderungen. Als die Teilnehmer an ihren Fahrzeugen angekommen waren, erteilte die Polizei ihnen ein Platzverbot für die gesamte Innenstadt und forderte sie auf das Stadtgebiet sofort zu verlassen.


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