Braunschweig. 126 Deutschlandstipendien wurden an der Technischen Universität im akademischen Jahr 2025/26 dank der Unterstützung von 43 Förderern vergeben. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, das die Hälfte jedes Stipendiums trägt, kam so eine Fördersumme von insgesamt 453.600 Euro zusammen, meldet die TU jetzt bei einer feierlichen Übergabe.
Die Förderung erlaubt es den Stipendiaten, sich stärker auf ihr Studium zu konzentrieren und eröffnet ihnen auch den Zugang zu einem starken Netzwerk. 43 Förderer aus dem Netzwerk der TU unterstützen jetzt 126 Studenten – darunter 63 Frauen.
Stipendium bedeutet auch Wertschätzung
„Das Deutschlandstipendium bedeutet für mich nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem Motivation und Wertschätzung. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich Engagement, Durchhaltevermögen und Leidenschaft lohnen. Besonders emotional ist für mich, dass ich als Erste in meiner Familie studiere. Dass ich diesen Weg gehe und nun auch noch gefördert werde, erfüllt mich mit großem Stolz,“ berichtet Lehramtsstudentin Selin Kontzia-Hasan.
Bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums an der TU wird allerdings nicht ausschließlich auf hervorragende Studienleistungen geachtet. Vielmehr ist vorgesehen, dass die Stipendiaten über ihr Fachgebiet hinausblicken und Zusammenhänge in größeren Kontexten erkennen. Außerdem werden ehrenamtliches Engagement, Verantwortungsbewusstsein oder besondere persönliche Umstände bei der Vergabe berücksichtigt.
Wirtschaftsinformatikstudent und Stipendiat Ahmad Iqbal Bin Mohd Shahir Shamsir erklärt: „Das Stipendium ermöglicht mir nicht nur zu studieren, sondern aktiv mitzugestalten. Ich kann meine eigenen Erfahrungen als internationaler Student nutzen, um andere zu unterstützen und an besseren Strukturen mitzuarbeiten. Diese Möglichkeit ist unbezahlbar und genau das, wofür ich zutiefst dankbar bin.“
Auf der anderen Seite würden auch die Förderer profitieren. Viele Unternehmen schätzen die Möglichkeit, dadurch Kontakte zum Nachwuchs zu knüpfen, teilt die TU mit.
TU-Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel ist überzeugt von positiven Wirkung des Stipendium für Stipendiat*innen und Fördernde: „Mit der Auswahl als Deutschlandstipendiat*in erhalten unsere Studierenden Zugang zu einem Netzwerk aus anderen Stipendienberechtigten und Förderer*innen, das in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist, und von dem alle Mitglieder profitieren: Förderer*innen erhalten durch den regelmäßigen Kontakt zu Stipendiat*innen und Universitätsangestellten sowohl wertvolle Einblicke in das Denken und Handeln der Arbeitnehmer*innen von morgen, als auch in unsere aktuelle Lehr- und Forschungsarbeit. Unsere Talente haben mit dem Deutschlandstipendium die Chance, eigene Gedanken und kreative Ideen intensiv zu entwickeln und weiterzudenken. Diesen einzigartigen Mehrwert für unsere Studierenden konnten und können wir allerdings nur durch eine enge und vertrauensvolle Kooperation mit Förderunternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen erreichen.“

