Eintracht beteiligt sich an Weltfrühgeborenentag

Die Einlaufkinder machten mit lila Ballons auf die Aktion aufmerksam.

Gemeinsames Einlaufen auf das Spielfeld im Eintracht-Stadion vor mehr als 20.000 Zuschauenden: 14 Fünf- bis Zehnjährige, die einst im Klinikum Braunschweig zu früh zur Welt kamen, machten gemeinsam mit den Fußballprofis auf den Weltfrühgeborenentag aufmerksam.
Gemeinsames Einlaufen auf das Spielfeld im Eintracht-Stadion vor mehr als 20.000 Zuschauenden: 14 Fünf- bis Zehnjährige, die einst im Klinikum Braunschweig zu früh zur Welt kamen, machten gemeinsam mit den Fußballprofis auf den Weltfrühgeborenentag aufmerksam. Foto: Olaf Kraus / Eintracht Braunschweig

Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat sich in diesem Jahr am Weltfrühgeborenentag beteiligt. 14 Kinder, die im Klinikum Braunschweig selbst zu früh auf die Welt kamen, begleiteten die Profis gegen Hansa Rostock auf das Spielfeld, wie das Krankenhaus am heutigen Dienstag mitteilte. Dabei trugen sie lila Luftballons.


Die lila Luftballons sind dabei ein internationales Symbol. Ein Ereignis am Weltfrühgeborenentag ist laut Constanze Jäger, der Organisatorin des Projektes mit der Eintracht, die Aktion "Light it up purple" beziehungsweise "Purple for Preemies". Initiiert von der US-Organisation March of Dimes würden in weltweiten Lichtinstallationen bedeutende Bauwerke, Naturdenkmäler und Gebäude an diesem Tag in Lila, der Farbe der Frühgeborenen, angestrahlt. Dieses Licht ziehe sich um den 17. November wie ein großes lila Band um den Globus. Mit dieser Aktion werde auf die Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung von Frühgeborenen aufmerksam gemacht. Mit dem Aktionstag soll unter anderem den betroffenen Familien signalisiert werden, dass sie in dieser Situation nicht allein sind.

Klinikum behandelt Frühgeborene


Mit dieser Aktion macht das Krankenhaus auch auf die Arbeit seines Perinatalzentrums aufmerksam. Im städtischen Klinikum werden jährlich etwa 2.300 Kinder geboren, davon zirka 120 Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 2.000 Gramm, darunter zirka 60 mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm und etwa 30 mit einem Gewicht von unter 1.000 Gramm. Die "Kleinsten" sogar mit einem Gewicht von unter 400 Gramm. "Von einem Frühgeborenen spricht man bei einer Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche", sagte Jost Wigand Richter, leitender Arzt Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin im Klinikum Braunschweig.

Weltweit ist jedes zehnte Neugeborene ein Frühgeborenes (in Deutschland jährlich rund 66.000 beziehungsweise 8,6 Prozent). Von diesen wiederum ist etwa jedes zehnte ein sehr unreifes. "Gerade die sehr unreifen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm stellen eine besondere Herausforderung dar. Frühgeborene und ihre Langzeitprobleme sind damit eine der größten Patientengruppen in der Kinderheilkunde", so Richter. Das Klinikum Braunschweig betreibt gemeinsam mit der Neonatologie, der Frauenklinik und der Kinderchirurgie ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (sogenannter Level 1), in dem die Behandlung von Frühgeborenen ab dem Beginn der Lebensfähigkeit, in der Regel ab der 24. Schwangerschaftswoche, in Ausnahmefällen auch früher, möglich ist.


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