Freimaurerei in Braunschweig

Diese Tasche ist "Exponat des Monats"

Diese Freimaurertasche (1800/1900) ist das "Exponat des Monats".
Diese Freimaurertasche (1800/1900) ist das "Exponat des Monats". | Foto: Städtisches Museum Braunschweig

Braunschweig. In der Vortragsreihe "Exponat des Monats" zeichnet Thomas Parr am Sonntag, 12. April und am Donnerstag, 23. April, jeweils um 15 Uhr, in der kleinen Dornse, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7, die wechselvolle Geschich­te einer traditionsreichen Braunschweiger Loge nach. Exponat des Monats ist eine Freimaurertasche der Loge "Carl zur gekrön­ten Säule". Der Eintritt ist frei. Das kündigt die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung an.


Die Freimaurerei verstehe sich als ethisch-philo­sophische Gemeinschaft. Neben geselligen Be­gegnungen und Vorträgen bilde das Logen-Ritu­al das zentrale Element. Die Nationalsozialisten, die die politische und intellektuelle Gleichschal­tung aller Bürger anstrebten, duldeten die Frei­maurerei nicht. 1935 folgte ihr Verbot. Erst 1963 trat die Loge wieder an die Öffentlichkeit.

Die Entstehung der Loge



Eben erst hatte die Aufklärung begonnen, den Absolutismus zu verdrängen, als liberal geson­nene Angehörige des Braunschweiger Adels die Chancen erkannten, im Herzogtum die Aufklä­rung in eigenständig organisierten Verbünden zu verwirklichen. In diesem geistigen Klima ent­stand – protegiert von Herzog Carl I. – am 12. Fe­bruar 1744 die Freimaurerloge "Carl zur gekrön­ten Säule". Im Laufe des 19. Jahrhunderts trat in der Loge zunehmend das Bürgertum an die Stelle des Adels. Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler prägten nun das Logenleben – da­runter Persönlichkeiten wie Hugo Luther, Max Jüdel, Ernst Amme, Julius Konegen, der Wissenschaftler Adolph Nehrkorn und der Kom­ponist Franz Abt.