Braunschweig. Eine Fußgängerzone auf Zeit im östlichen Ringgebiet – das war der Wunsch des Bezirksrates, der an die zweitägige Sommerstraße aus dem Vorjahr anknüpfte. Die erfolgreiche Aktion sollte jetzt in einer größeren Variante bestenfalls für mehrere Wochen umgesetzt werden. Die Stadtverwaltung hat dem jetzt aber einen Riegel vorgeschoben.
In einer Antwort auf die entsprechende Anfrage des Bezirksrates verweist die Verwaltung bei ihrem klaren "Nein" zu dem Thema auf eine ältere Drucksache, deren Inhalte immer noch Bestand hätten. Die Stadt habe nicht genügend Personal, um solche Projekte zu betreuen, heißt es dort. Dabei wäre für die Organisation und Durchführung vor Ort jede Menge ehrenamtliche Tatkraft vorhanden – dies hätten unter anderem Akteure vom Quartier Mitte-Ost und dem VCD übernommen.
Initiatoren der Sommerstraße sind frustriert, planen aber bereits etwas anderes
"Frust pur", herrsche daher bei den Initiatoren, sagt Bezirksbürgermeisterin Juliane Krause im Gespräch mit regionalHeute.de. Für sie sei mit Blick auf die Verwaltung klar: "Die wollen das einfach nicht." Dabei hatte die ausgewiesene Verkehrs- und Mobilitätsexpertin beste Beispiele parat, wie Fußgängerzonen auf Zeit etwa in Rostock ausgezeichnet funktioniert hätten. Auch Lösungen, bei denen Anliegerverkehr oder Autofahren in der jeweiligen Straße am Abend und über Nacht möglich gewesen wäre, lagen vor.
Für eine solche temporäre Fußgängerzone ist allerdings ein entsprechender Antrag von der Stadtverwaltung notwendig. Für das Modell des Vorjahres, als das Team der Ehrenamtlichen eine Sommerstraße für ein Wochenende eingerichtet hatte, sieht die Lage anders aus. Diese Aktion war als Veranstaltung angemeldet. Das Team sei schon in der Planung, zumindest diese kleinere Variante auch diesen Sommer wieder im Östlichen Ringgebiet umzusetzen – Zeitpunkt und Ort stünden noch nicht fest. Auch in der Nordstadt ist wohl eine ähnliche Aktion für diesen Sommer in der Planung.

