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Gesundheitsamt Braunschweig an Leistungsgrenze: Infizierte werden nicht mehr angerufen



Gesundheitsamt an Leistungsgrenze: Infizierte werden nicht mehr angerufen

Für das Gesundheitsamt ist es aktuell nicht mehr möglich, alle infizierten Personen telefonisch zu erreichen und die Quarantäne mündlich anzuordnen.

von Anke Donner


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

Braunschweig. Um über die Coronalage in Braunschweig zu informieren, hatten Oberbürgermeister Thorsten Kornblum und Krisenstabs-Leiterin Dr. Christine Arbogast gestern zu einem Pressegespräch eingeladen. Unter anderem wurde deutlich gemacht, dass das Gesundheitsamt stark belastet ist. Das habe zur Folge, dass Indexpersonen nicht mehr anrufen, sondern nur noch schriftlich informiert werden.



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Der Oberbürgermeister spricht von einer rasanten Entwicklung nie gekannten Ausmaßes. Und dabei sei der Höhepunkt noch nicht einmal erreicht, so Kornblum und appelliert daher eindringlich an die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Bürger. Vor allem, weil Gesundheitsamt und Verwaltung nun an ihre Grenzen stoßen.



Aufgrund der sich stetig verschärfenden Corona-Lage mit weiter stark steigender Inzidenz kann das Gesundheitsamt aktuell die infizierten Personen - die sogenannten Indexfälle - nicht mehr anrufen. Das sei die letzte Eskalationsstufe, die man nun scharf schalte, erklärt Krisenstabs-Leiterin Dr. Christine Arbogast. Corona-Infizierte sollen sich selbstständig in die Quarantäne begeben, noch bevor der Bescheid des Gesundheitsamtes zugestellt wird. Zugleich werden die Indexpersonen gebeten, ihre Kontakte eigenständig zu informieren und eine entsprechende Liste an das Gesundheitsamt zu senden, so Arbogast.

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Als Kontaktpersonen gelten die diejenigen, die mit der infizierten Person ab zwei Tagen vor Auftreten von Symptomen und/oder ab zwei Tagen vor Durchführung des positiven Tests engen Kontakt hatten.


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