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Braunschweig: Grüne Klimaschneise soll erhalten bleiben



Grüne Klimaschneise soll erhalten bleiben

Die Grünflächen zwischen Wodanstraße und Freyastraße sollen möglichst zum Zwecke der Naherholung öffentlich zugänglich gemacht werden.

von Alexander Dontscheff


Zwischen Freyastraße und Wodanstraße soll es grün bleiben.
Zwischen Freyastraße und Wodanstraße soll es grün bleiben. Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Die Grünflächen zwischen Wodanstraße und Freyastraße sollen als Klimaschneise zwischen der Nordstadt und dem Siegfriedviertel weitgehend von Bebauung freigehalten werden. Das teilte die Verwaltung am Mittwoch sowohl dem Ausschuss für Planung und Hochbau, als auch dem Stadtbezirksrat Nordstadt-Schunteraue mit.



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Ein Anwohner hatte über die Ideenplattform der Stadt Braunschweig angeregt, die Kleingartenflächen nördlich der Wodanstraße nicht zu bebauen, sondern als öffentliche Parkanlage für die Bewohner der Nordstadt anzulegen. Da diese Eingabe die erforderliche Anzahl von mindestens 50 Unterstützern erreicht hat, wurde das Anliegen durch die zuständigen Fachbereiche inhaltlich geprüft. Nun hat man den Ratsgremien das Ergebnis präsentiert.



1.700 neue Wohnungen entstehen


In Ihrer Stellungnahme weist die Stadt Braunschweig darauf hin, dass man im Umfeld mit den Planungen zum verdichteten Wohnquartier des Nördlichen Ringgebiets einschließlich des ehemaligen BZ-Geländes und der Ludwigstraße Nord derzeit auf Grundlage bereits abgeschlossener und laufender Bauleitplanverfahren insgesamt bis zu 1.700 neue Wohnungen in innenstadtnaher Lage entwickele. In direkter Nachbarschaft des genannten Wohnquartiers seien mit dem Grünzug des Nordangers und dem die Ringgleisstrecke begleitenden Nordpark Naherholungsflächen in Planung und teilweise schon realisiert. Darüber hinaus sollen aber auch in den angesprochenen Bereichen nördlich der Wodanstraße ausreichende Freiflächen erhalten bleiben und entwickelt werden.


Vom alten Kleingartenverein ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Vom alten Kleingartenverein ist nicht mehr viel übrig geblieben. Foto: Alexander Dontscheff


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Auch der damalige Stadtbezirksrat Nordstadt habe sich bereits im September 2020 gegen eine weitere Bebauung des Bereichs zwischen Freyastraße und Wodanstraße ausgesprochen. Hintergrund seien insbesondere die Ergebnisse einer Analyse des Stadtklimas gewesen, welche gezeigt hätten, dass für die Kaltluftversorgung des Siegfriedviertels insbesondere der Bereich südlich der Freyastraße bis zur Wodanstraße sowie der Bereich östlich der Endhaltestelle Ottenroder Straße eine hohe bis sehr hohe Bedeutung haben. Allenfalls im Bereich Freyastraße Süd könnte eine moderate Randbebauung mit geringer Bebauungstiefe in Frage kommen.

Möglichkeiten der Naherholung stärken


Die vorhandenen Grünflächen und offenen Bereiche müssten nicht nur erhalten, sondern der Allgemeinheit dauerhaft als naturnahe Erholungsgebiete zur Verfügung gestellt werden, denn durch die derzeitige Verdichtung mit einhergehender Zunahme der Wohnbevölkerung müssten die Möglichkeiten der Naherholung stärker in die Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Nordstadt einbezogen werden, so die Ansicht des Stadtbezirksrates, die auch die Stadtverwaltung teilt. Daher soll diese Fläche als städtebauliche Zäsur und Klimaschneise zwischen der Nordstadt und dem Siegfriedviertel von Bebauung freigehalten werden.


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