Hier wird das Ringgleis bald umgestaltet

Nach Beschwerden über Kollisionen sah man Handlungsbedarf. Jetzt rückt der Baustart näher.

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Symbolbild | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Bereits vor knapp zwei Jahren wurde von der Politik entschieden, die Wegeführung des Ringgleises am Westbahnhof zu ändern. Nachdem sich die Planung des Bauvorhabens etwas verzögert hatte, soll es nun bald mit der Umsetzung losgehen. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Verwaltung an die Ratsgremien hervor.



Anlass für die Maßnahme war seinerzeit die hohe Nutzung des Ringgleises an dieser Stelle und Beschwerden über Kollisionen. Die Planung sieht daher vor, einen der beiden Wege auf insgesamt drei Meter zu verbreitern. Im Gegenzug soll die Asphaltdecke der zweiten Trasse abgebrochen und in Verbindung mit den dort verbleibenden Gleiskörpern in eine gestaltete Pflanzung umgewandelt werden.

Kein gelbes Pflaster


Die Planung des Bauvorhabens wurde nun abgeschlossen, heißt es in der Ratsvorlage. Gründe für die zeitliche Verzögerung seien vor allem erforderliche Umplanungen zur Kosteneinsparung unter Aufrechterhaltung der funktionalen wie optischen Vision gewesen. Die geplanten "Aufenthaltsinseln" werden umgesetzt wie geplant. Zur Kostenreduktion musste die optische Erweiterung der Flächen mit gelbem Pflaster auf das Ringgleis selbst entfallen.

Dieses optische Merkmal werde jedoch im Nachgang durch auf den Asphalt aufgebrachte Markierungen wieder aufgegriffen. Die enge Verknüpfung zum Neubau des Mütterzentrums sei während der Planung berücksichtigt worden. Vor dem Mütterzentrum ist wie ursprünglich angedacht eine kleine Platzfläche geplant, die den Zugang zum Mütterzentrum aus beiden Richtungen des Ringgleises ermöglicht und zudem zusätzlichen Aufenthaltsraum mit Sitzgelegenheiten schafft. Die Fertigstellung des Übergangs erfolge im Zuge der Außenanlagenherstellung des Mütterzentrums.

Orangene Bank und Bücherschrank


An der Platzfläche vor dem Mütterzentrum werde zusätzlich eine orangefarbene Bank im Rahmen des Förderprogramms „Gegen Gewalt an Frauen“ aufgestellt. Die Aufstellung einer Telefonzelle als „Bücherschrank“ zum Austausch von Büchern sei ebenfalls angedacht. Standort und zeitliche Umsetzung befänden sich noch in der Abstimmung.

In der Ende Februar verfassten Mitteilung heißt es, das Ausschreibungsverfahren befinde sich kurz vor dem Abschluss. Es lägen nach aktuellem Prüfstand mehrere zuschlagfähige Angebote vor. Bei einer zeitnahen Beauftragung des wirtschaftlichsten Angebots könne voraussichtlich Ende März / Anfang April 2026 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Aktuell nachgefragt heißt es seitens der Stadt, der Auftrag soll in Kürze erteilt werden. Wenn der Baustart mit der Firma abgestimmt sei, werde man ihn per Presseinformation kommunizieren.

Kurze Sperrung nötig


Während der Bauzeit von voraussichtlich drei Monaten werde das Ringgleis in diesem Bereich auf etwa 350 Metern nicht nutzbar sein. Eine Umleitung über den parallel verlaufenden Weg durch das Birkenwäldchen werde eingerichtet.

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