Immobilienfrühstück: Bezahlbares Wohnen im Fokus

Bereits zum 22. Mal fand am gestrigen Freitag das Braunschweiger Immobilienfrühstück statt. Wichtige Themen waren dabei aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau und modulares Bauen.

v.r.n.l.: Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Matthias Gollmer (Gollmer-Bau), Jörg Meyer (Braunschweig Zukunft), Ulf Streit (Grundstücksgesellschaft Braunschweig), Joachim Düppe (Deutsche Reihenhaus), Moderatorin Adina Eggert (Braunschweig Zukunft) und Sven Schmittbüttner (Unternehmensgruppe Krebs) begrüßten rund 150 Gäste zum 22. Braunschweiger Immobilienfrühstück.
v.r.n.l.: Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Matthias Gollmer (Gollmer-Bau), Jörg Meyer (Braunschweig Zukunft), Ulf Streit (Grundstücksgesellschaft Braunschweig), Joachim Düppe (Deutsche Reihenhaus), Moderatorin Adina Eggert (Braunschweig Zukunft) und Sven Schmittbüttner (Unternehmensgruppe Krebs) begrüßten rund 150 Gäste zum 22. Braunschweiger Immobilienfrühstück. | Foto: Braunschweig Zukunft GmbH/Peter Sierigk

Braunschweig. Aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau und modulares Bauen als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit waren zentrale Themen des 22. Braunschweiger Immobilienfrühstücks am gestrigen Freitag. Den Branchentreff richtete die Braunschweig Zukunft GmbH in diesem Jahr gemeinsam mit der Grundstücksgesellschaft Braunschweig (GGB) im Haus der Wissenschaft aus.



Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum ging in seinem Grußwort vor rund 150 Gästen unter anderem auf aktuelle Maßnahmen wie den Wohnungsbau-Turbo und das Baulandmodell Gewerbe ein, wie es in einer Pressemitteilung der Braunschweig Zukunft GmbH heißt. „Trotz vieler Herausforderungen in der Wirtschaft insgesamt und in der Immobilienbranche im Speziellen bringen wir in guter Zusammenarbeit mit vielen Akteuren die Stadtentwicklung voran“, so Kornblum. Die Stadt schaffe an vielen Orten Raum und Möglichkeiten für neue Gewerbe- und Wohngebiete und setze mit zusätzlichen Maßnahmen künftig auf noch mehr Tempo und Effizienz.

Während das Braunschweiger Baulandmodell Gewerbe den Fokus verstärkt auf die bedarfsgerechte Entwicklung von Flächen für Gewerbe, Industrie und Forschungseinrichtungen lege, solle mit dem Wohnungsbau-Turbo das vom Bund vereinfachte Planungsrecht für die Erteilung von Baugenehmigungen Anwendung finden. „Mit dem Wohnungsbau-Turbo und dem Baulandmodell Gewerbe können wir bezahlbaren Wohnraum und zukunftsfähige Gewerbeflächen mit weniger Bürokratie und somit schneller verwirklichen“, so Kornblum. Über die Aktivierung des Bau-Turbos entscheidet der Rat am 12. Mai.

Bezahlbares Wohnen im Fokus


Um die Themen bezahlbares Wohnen sowie nachhaltiges und kosteneffizientes Bauen ging es in den Gastvorträgen des diesjährigen Immobilienfrühstücks. Sven Schmittbüttner, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co. KG, sprach in seinem Gastvortrag über modulares Bauen als Lösung für nachhaltige Bauprojekte. Eine zentrale Rolle spielen für das Berliner Unternehmen hierbei ein effizientes Baukastensystem sowie der Fokus auf Holz als Baumaterial.

Hohe Kosteneffizienz nötig


Laut Matthias Gollmer, geschäftsführendem Gesellschafter der Gollmer-Bau GmbH, haben Bau-Finanzierungen seit 2022 unter anderem aufgrund gestiegener Zinsen für Investoren an Attraktivität verloren. Geförderter Mietwohnungsbau sei laut Gollmer ein Weg, den nach wie vor hohen Bedarf an Wohnraum zu decken. Um diesen Weg wirtschaftlich gestalten zu können, müssten Bauunternehmen allerdings eine besonders hohe Kosteneffizienz erreichen.

Joachim Düppe, Regionalleiter Projektentwicklung Nord der Deutschen Reihenhaus AG, hob die Vorteile serieller Reihenhäuser bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums hervor. So sorge die geringere Komplexität für weniger Koordinierungsbedarf auf der Baustelle, was wiederum reibungslose Abläufe und kontinuierliche Verbesserungen ermögliche.