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Infektionsgeschehen in Braunschweig um 30 Prozent gestiegen - Elf Pflegeheime betroffen



Infektionsgeschehen um 30 Prozent gestiegen - Elf Pflegeheime betroffen

Auch in Schulen und Kitas gibt es zahlreiche Infektionen. Die Kapazitäten der PCR-Labore sind an der Grenze.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Marvin König

Braunschweig. Entgegen des sich in der letzten Woche abzeichnenden Trends ist Anfang dieser Woche ein erneuter Anstieg in der Zuwachsrate der Corona-Infektionsfälle zu verzeichnen. Der Anstieg zur Vorwoche betrage zirka 30 Prozent, heißt es im aktuellen Covid-Statusbericht der Stadt Braunschweig. Für diesen sprunghaften Anstieg könne momentan kein konkreter Grund identifiziert werden. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen habe sich der Anstieg der Inzidenz moderat entwickelt.



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Verschärft hat sich die Lage in Pflegeeinrichtungen und Sammelunterkünften. Aktuell gebe es Meldungen über Infektionsgeschehen in insgesamt elf Pflegeeinrichtungen. In drei Einrichtungen wurden mehrere Bewohner sowie Beschäftigte positiv getestet. Diese befänden sich in Quarantäne. Ebenso die betroffenen Kontaktpersonen. Die Mehrheit der infizierten Personen seien geimpft gewesen. Bisher würden die Infektionen in den Einrichtungen weitgehend mild verlaufen. Weitere Infektionsfälle würden von acht Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie vier Unterkünften für Geflüchtete gemeldet.

Quarantänemaßnahmen in zehn Kitas



Auch im Bereich der Kitas gibt es ein reges Infektionsgeschehen. Im Zeitraum 2. bis 4. Februar wurden 43 Infektionsfälle mit positiver PCR-Testung bestätigt. Davon haben 19 Fälle Auswirkungen aufgrund einer angeordneten Quarantänemaßnahme auf das Betreuungsangebot in zehn Einrichtungen. Dies sind die Kinderkrippe Sonnenschein, die Städtische Kita Rühme, der Kindergarten Schatzkiste, die Städtische Kita Lamme, die KiTa Till Eulenspiegel in der Husarenstraße, die Ev. Kita St. Georg, die Ev. KiTa Dietrich Bonhoeffer, die Städtische Kita Leiferde, die Städtische Kita Frankfurter Straße und die Städtische Kita Gartenstadt.

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Im gleichen Zeitraum wurden 113 Infektionsfälle (positive PCR-Testung) bei Schülern gemeldet. Zu Quarantänemaßnahmen für Mitschüler führte dies aber nicht. Anders sieht es in der Schulkindbetreuung aus. 52 Infektionsfälle in zehn Einrichtungen wurden gemeldet, was einzelne Quarantänemaßnahmen für Mitschüler nötig machte. Betroffen sind KoGS Klint, Schuki St. Josef, Schuki Hinter der Masch, KoGS Waggum, Schuki B58, Schuki Stöckheim, KoGS Rheinring, KoGS Heidberg, KoGS Pestalozzistraße und Schuki Maschkids.

PCR-Labore an der Grenze


Derweil befinden sich die Labore bei der Anzahl der PCR-Testauswertungen an ihrer oberen Kapazitätsgrenze. Auch das Gesundheitsamt musste nochmals personell verstärkt werden. Da sich drei Mitarbeitende in Quarantäne befinden, musste Personal zwischen den Teams verschoben werden. Das System der schriftlichen Benachrichtigung der infizierten Personen und der Kontaktpersonen habe sich bisher bewährt.


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