Internationaler Frauentag: AWO kämpft für gerechte Teilhabe

Der Verband fordert eine Veränderung struktureller Rahmenbedingungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit.

Rifat-Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig e.V., fordert eine Veränderung struktureller Rahmenbedingungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit.
Rifat-Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig e.V., fordert eine Veränderung struktureller Rahmenbedingungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit. | Foto: AWO-Bezirksverband Braunschweig e. V.

Braunschweig. Zum Internationalen Frauentag hebt der AWO-Bezirksverband Braunschweig in einer Pressemitteilung hervor, dass Frauen weiterhin sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich benachteiligt seien. Die Gründe dafür lägen oft in fest verankerten gesellschaftlichen Strukturen, die traditionelle Rollenbilder weiterhin stützen. Der Verband fordert daher verstärkte Anstrengungen, um diese Ungleichheiten abzubauen.



Basierend auf den AWO-Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz gehöre Geschlechtergerechtigkeit zum Selbstverständnis der AWO. Dennoch zeige sich, dass auch innerhalb des Verbands Handlungsbedarf bestehe, da Frauen besonders ab der mittleren Managementebene seltener in Führungspositionen zu finden seien. Der im November 2025 veröffentlichte dritte Gleichstellungsbericht der AWO mache jedoch auch Fortschritte sichtbar: Der Anteil an Geschäftsführerinnen und weiblichen Führungskräften im Hauptamt sei gestiegen. Zudem enthalte der Bericht zahlreiche Empfehlungen, um die Geschlechtergerechtigkeit im Verband weiter zu fördern.

Engagement für Geschlechtergerechtigkeit


Der AWO-Bezirksverband Braunschweig engagiert sich aktiv für die Verbesserung der Karrierechancen von Frauen. „Für unser Engagement werden wir bereits seit dem Jahr 2007 durchgängig von der berufundfamilie gGmbH als Unternehmen zertifiziert, das in hohem Maß die Vereinbarkeit von Beruf und vielfältigen Lebensphasen fördert. Dazu gehört u. a., dass wir die Möglichkeit des Führens in Teilzeit anbieten, für mehr Vielfalt in Führungsebenen“, erklärt Rifat Fersahoglu-Weber, der Vorstandsvorsitzende des Bezirksverbands. „Am Internationalen Frauentag sagen wir: keine Geschlechtergerechtigkeit, ohne eine Veränderung struktureller Rahmenbedingungen, etwa bei der Sozial- und Steuerpolitik.“