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Jasperallee: Baumschützer machen auf Lücken aufmerksam



Jasperallee: Baumschützer machen auf Lücken aufmerksam

von Alexander Dontscheff


Die Mitglieder der Bürgerinitiative Baumschutz möchten, dass die Lücken auf der Jasperallee wieder mit Bäumen ausgefüllt werden. Fotos: Alexander Dontscheff
Die Mitglieder der Bürgerinitiative Baumschutz möchten, dass die Lücken auf der Jasperallee wieder mit Bäumen ausgefüllt werden. Fotos: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Mit der Aktion „Lückendeko“ hat die Bürgerinitiative Baumschutz am heutigen Freitag auf fehlende Bäume auf der Jasperallee aufmerksam gemacht. Zudem wurden Unterschriften gegen die Pläne gesammelt, die derzeit auf der Allee stehenden Silberahorne zu fällen und durch Linden auszutauschen.



"Auf dem kompletten Mittelstreifen der Jasperallee vom Theater bis zum Ring gibt es 29 Baumlücken, die seit etwa fünf Jahren von der Stadtverwaltung nicht wieder bepflanzt wurden. Wir wollen Politik und Öffentlichkeit auf diese Lücken aufmerksam machen", erklärt Edmund Schultz von der Bürgerinitiative. Dazu wurde jede Lücke mit einem grünen Punkt dekoriert, an dem ein Luftballon und ein Schild mit der Aufschrift "Baum fehlt" befestigt ist.

Mit dieser Aktion soll gleichzeitig auf eine Bürgerversammlung aufmerksam gemacht werden, die am 23. August um 18.30 Uhr in der Freien Schule, Herzogin-Elisabeth-Straße 85 stattfindet.



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Die "Lückendeko" weist auf fehlende Bäume hin. Foto: Alexander Dontscheff



Für die Zukunft der Jasperallee sind derzeit zwei Varianten im Gespräch. Variante 1 wird von der Stadtverwaltung präferiert und sieht vor, den derzeitigen Bestand an Silberahornen zu fällen und durch eine Lindenart zu ersetzen. Nach Variante 2 würden nur die derzeitigen Lücken bepflanzt. Dies unterstützt die Bürgerinitiative und hat dafür auch schon 3.500 Unterschriften gesammelt und über 9.000 Unterstützer einer Online-Petition gefunden.


Für Variante 1 siehtEdmund Schultz zwei negative Szenarien. Entweder werden junge Linden gepflanzt, dann dauere es einige Jahre bis etwas zu sehen sei. Würden bereits große Linden aus einer Baumschule gekauft, prophezeit Schultz diesen kein langes Leben. "Solche Bäume werden mehrfach umgepflanzt und haben daher nur kleine, verletzte Wurzeln. Kommt es zu starkem Wind, fehlt ihnen die Standfestigkeit", so Schultz.

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Die Aktion wurde mit einem öffentlichen Gießen der zur Zeit sehr durstigen Ahornbäume verbunden. Foto: Alexander Dontscheff



Darum möchte man die Lücken mit jungen Linden auffüllen. Diese würden sich durch die unterschiedliche Blütezeit gut mit den Ahornen ergänzen. Davon würden auch die Bienen profitieren, erklärt Brigitte Dittrich von der Bürgerinitiative.

Das Argument der Stadtverwaltung, die Silberahorne seien in einem schlechten Zustand, will man nicht gelten lassen. "Jedem Baum in der Stadt geht es schlecht, weil er hier keine optimalen Bedingungen findet", erklärt Sabine Sambou. Das sei nur ein vorgeschobenes Argument, dass man immer dann aus der Schublade ziehe, wenn man einen Baum loswerden wolle.

Um den Wurzelbereich der Bäume zu schützen, schlägt Edmund Schult vor, zusätzlich Büsche zu pflanzen.

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An einem Informationsstand wurden Unterschriften gesammelt. Foto: Alexander Dontscheff


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