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Braunschweig: Ullrich ist neuer Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft



Joachim Ullrich ist neuer Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

"Echte Wissenschaft funktioniert nicht dauerhaft ohne Freiheit, ohne offenen Diskurs, ohne angstfreie, pluralistische Diskussion“, sagt der neue DPG-Präsident.

Neuer DPG-Präsident und scheidender PTB-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Ullrich.
Neuer DPG-Präsident und scheidender PTB-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Ullrich. Foto: PTB

Braunschweig. Ab heute übernimmt Prof. Dr. Joachim Ullrich die Präsidentschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und leitet damit die älteste und mit rund 55.000 Mitgliedern größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Das geht aus einer Pressemitteilung der PTB hervor.



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"Wir glauben an den Gedanken, dass Wissenschaft verbindet“, sagt Ullrich und unterstreicht damit ein zentrales Leitbild der DPG. Gerade in Zeiten politischer Krisen und großer Veränderungen sei Wissenschaft wichtiger denn je. "Echte Wissenschaft funktioniert nicht dauerhaft ohne Freiheit, ohne offenen Diskurs, ohne angstfreie, pluralistische Diskussion“, sagt der neue DPG-Präsident. Auch die wissenschaftliche Kommunikation zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen steht ganz oben auf seiner Tagesordnung. Ullrich ist überzeugt: "Wir müssen uns einmischen. Wir müssen die Gesellschaft und die Politik dabei unterstützen, den richtigen Weg zu finden, ohne dabei, das halte ich für extrem wichtig, selbst politisch zu werden.“



Zehn Jahre Erfahrung in der PTB


Wenn Joachim Ullrich Ende April sein Amt als Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) niederlegt, hat er mehr als zehn Jahre lang die traditionsreiche Einrichtung geleitet und dort wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Unter seiner Leitung wurde unter anderem die Metrologie für Energiewende und Quantentechnologien vorangetrieben. Darüber hinaus galt sein Bestreben, die Metrologie aus einem systemischen Blickwinkel zu betrachten, der einer immer stärker vernetzten und digitalisierten Welt Rechnung trägt.


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Auch die Revision des Internationalen Einheitensystems auf der Basis von Naturkonstanten habe Ullrich als Präsident des Komitees für Einheiten der Meterkonvention maßgeblich mitgestaltet. Dass sich 63 Mitgliedsstaaten in diesem Punkt einig waren, ist nach Einschätzung Ullrichs nicht nur wissenschaftsgeschichtlich bedeutsam, sondern beispielhaft für eine funktionierende internationale Zusammenarbeit.


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