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Kinokritik: „Nightlife“ – Rendezvous mit Gangsterboss und Spieleabend

Die turbulente Buddy-Komödie mit Elyas M´Barek, Palina Rojinski und Frederick Lau ist im Astor Filmtheater gestartet.

von Alexander Dontscheff


Seit Donnerstag zeigt das Astor den Film "Nightlife". Wie kam der Streifen bei unseren Filmtestern an? Symbolbild Foto: Astor

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14.02.2020

Braunschweig. Mit "Nightlife" ist in dieser Woche eine weitere Komödie mit Elyas M´Barek in einer der Hauptrollen gestartet. Geht die Erfolgsgeschichte nach "Fack ju Göhte" und "Das perfekte Geheimnis" munter weiter, oder gibt es so langsam Übersättigungseffekte? Eine erste Tendenz zeigen unsere Astor-Filmtester auf.

Neben Elyas M´Barek sind die derzeit auch äußerst präsente Palina Rojinski und Frederick Lau in den Hauptrollen zu sehen. Regie führte Simon Verhoeven ("Männerherzen"), der schon bei "Willkommen bei den Hartmanns" mit M´Barek und Rojinski zusammen gearbeitet hat.

Inhalt


Milo (M´Barek) und Renzo (Lau) sind beste Freunde seit Kindheitstagen. Mittlerweile in den 30ern angekommen, beschließen die beiden Barkeeper aus eine "Katerlaune" heraus, dass sie so langsam zu alt sind für das ständige Nachtleben und dass eine solidere Existenz mit eigener Familie auch ganz schön wäre. Um Geld für den Neuanfang aufzutreiben, bemüht Renzo seine alten Kontakte in die Unterwelt, während Milo zufällig Sunny (Rojinski) trifft. Die A&R-Managerin einer Plattenfirma ist eigentlich auf dem beruflichen Sprung in die USA, doch beide haben Interesse aneinander. Renzos Fahrt als Drogenkurier geht derweil schief, und beim Versuch das Problem zu lösen, geraten Milo und Renzo noch tiefer in den Schlamassel. Sein geplantes Date mit Sunny möchte Milo aber auf keinen Fall absagen, so dass sich alle drei Protagonisten bald auf einem wilden Trip durch Berlin wiederfinden - auf der Flucht vor gleich zwei Gangsterbanden, aber immer noch zu haben für einen aus dem Ruder gelaufenen Spieleabend.

Trailer



Kritik


Wenn man genau hinschaut, ist die Story von "Nightlife" vielleicht etwas dünn und weist auch einige Logiklöcher auf, doch dass, was eine Komödie erreichen sollte, schafft der Film problemlos: die Leute zum Lachen zu bringen. Dabei wird von unseren Filmtestern vor allem Frederick Lau hervorgehoben. Mit seinem komischen Talent sei es vor allem er, der den Film trägt. Die Charaktere von Elyas M´Barek und Palina Rojinski sind dagegen weniger tief gezeichnet, vielmehr wirkt es manchmal so, als spielten sie sich selbst. Doch bei einem Film wie "Nightlife" fällt das eigentlich nicht unbedingt negativ ins Gewicht.

Positiv hervorzuheben sind auf jeden Fall die kuriosen Nebenrollen, die für die besten Gags sorgen. Etwa der nerdige Bankangestellte Heiko, der den beiden Freunden einen Kredit verschaffen soll, ihnen später aber dann auf andere Art und Weise aus der Patsche helfen wird. Ein weiterer Running-Gag ist der von Sunny verkannte Youtube-Star mit seinen "Bachelor-Idioten", der indirekt nicht nur für ihre Versetzung in die USA sorgt, sondern auch das "Augenklappen"-Treffen mit Milo verursacht. Hervorzuheben ist auch der unter dem Pantoffel seiner Frau stehende österreichische Unterweltboss mit Autoritätsproblemen. Hier wird das ein oder andere Klischee bis zum Maximum ausgereizt.

Fazit


Auch wenn man sich in diesem Fall einmal mehr fragen darf, warum eine einfache Feel-Good-Komödie auf fast zwei Stunden Spielzeit aufgebläht werden muss: "Nightlife" überzeugt mit sehr viel Witz, Charme und guten Schauspielern und bietet einfach schöne Kino-Unterhaltung.

Wir vergeben 3,5 von 5 regionalheute.de Punkten.


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