Kitas in Not: Das fordern jetzt die Jugendämter

Es ist eine Reaktion auf den Fachkräftemangel in den Kitas. Nun soll Ministerin Julia Willie Hamburg handeln.

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Symbolfoto. Foto: Pixabay

Braunschweig. Eine landesweite Fachkräfteoffensive für Erzieher, ein Ausbau der Ausbildungsplätze, mehr Flexibilität für Quereinsteiger und Fachkräfte aus dem Ausland sowie bei der Berufsausbildung und Qualifikation und eine tarifkonforme Bezahlung während der dualen Ausbildung: Das sind einige der zentralen Forderungen, die die Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen in einem 10-Punkte-Papier an das Land Niedersachsen stellt. Die Leiter der Jugendämter reagieren damit auf den zunehmenden Fachkräftemangel im Bereich der Kinderbetreuung bei gleichzeitigem Anstieg der Aufgaben, etwa mit Blick auf Rechtsansprüche. Dies teilt die Stadt mit.



Martin Albinus, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig, hat das Forderungspapier im Namen des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft heute bei einem landesweiten Fachkongress des Kultusministeriums an Ministerin Julia Willie Hamburg übergeben und dafür geworben, die großen Herausforderungen, die sich für die Zukunft abzeichnen, gemeinsam zügig anzugehen. Einen ersten Schritt sehen die Leiterinnen und Leiter darin, dass bis zur Umsetzung der genannten mittel- und langfristigen Maßnahmen kurzfristig für die Kitas mehr Flexibilität geschaffen wird, um weiter den Betrieb verlässlich organisieren zu können. Dazu gehört für sie etwa eine Entlastung von administrativen Tätigkeiten für die Fachkräfte und eine Diskussion über zwingend notwendige Standards.

Auswirkungen bereits spürbar


"Auch bei der Kinderbetreuung spüren wir die Auswirkungen des Fachkräftemangels zunehmend", sagte Braunschweigs Sozialdezernentin Dr. Christina Rentzsch. "Ich bin der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen dankbar, dass sie so engagiert auf die großen Herausforderungen hinweist, Lösungsvorschläge erarbeitet und dazu die Kooperation mit dem Land sucht. Wir stehen gemeinsam in der Verantwortung für eine gute, verlässliche Kinderbetreuung, die Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht: Wir Kommunen, die Plätze ausbauen und bereitstellen und den Betrieb der Kitas organisieren, und das Land, das attraktive Rahmenbedingungen für diesen Betrieb sowie die Ausbildung und Anwerbung von ausgebildeten oder zukünftigen Fachkräften schaffen muss."


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