Möbel-Klau aus Uni-Mensa: Wer stahl die 80 Designerstühle?

Fast ein Jahr nach dem Verschwinden von 80 Designerstühlen aus einer Braunschweiger Mensa hat regionalHeute.de nachgefragt, was aus den Ermittlungen geworden ist.

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Symbolfoto
Symbolfoto | Foto: Pixabay

Braunschweig. Vor knapp einem Jahr kam es am Campus der Technischen Universität Braunschweig zu einem doch eher ungewöhnlichen Diebstahl. Insgesamt 80 Stühle wurden aus einer Mensa, die vom Studierendenwerk OstNiedersachsen betrieben wurde, gestohlen. regionalHeute.de hat bei der Polizei nach dem Stand der Ermittlungen gefragt und wollte wissen, ob die Stühle vielleicht sogar wieder aufgetaucht sind.



Zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 waren aus einer Mensa des Studierendenwerks OstNiedersachsen nach und nach insgesamt 80 Stühle verschwunden. Besonders kurios: Der Diebstahl erfolgte offenbar in mehreren Etappen und blieb zunächst unbemerkt. Die bunten Holzstühle gehörten seit den späten 1990er-Jahren zur Ausstattung der Mensa 2.

Seltene Sammlerstücke


Was man offenbar nicht wusste: Bei den entwendeten Möbelstücken handelte es sich um eine Variante des sogenannten „Rey-Stuhls“, entworfen in den 1970er-Jahren von Bruno Rey. Diese hatten sich im Laufe der Zeit zu gefragten Sammlerstücken entwickelt. Auf Secondhand-Plattformen würden vergleichbare Modelle des Herstellers Kusch + Co. teils mehrere hundert Euro pro Stück erzielen, hieß es in einer damaligen Mitteilung des Studentenwerks. Zudem war bekannt geworden, dass in den Monaten zuvor auch aus Mensen in Oldenburg und Lübeck hochwertige Holzstühle gestohlen worden waren. Ein möglicher Zusammenhang stand daher im Raum.

Stühle bleiben verschwunden


Konnten also nach knapp einem Jahr die Diebstähle aufgeklärt und sogar ein Zusammenhang zu den Taten in Oldenburg und Lübeck hergestellt werden? regionalHeute.de fragte bei der Polizei Braunschweig nach. Polizeisprecher Sascha Repp teilte mit, dass bislang keine Täter ermittelt werden konnten. Der Vorgang sei inzwischen an die Staatsanwaltschaft übergeben worden. Die gestohlenen Stühle seien bislang nicht wieder aufgetaucht.

Die Möbelstücke verfügen - anders als bei Handys oder ähnlichen Gegenständen - über keine individuellen Kennzeichnungen. Daher sei eine eindeutige Zuordnung schwer. "Entsprechend konnten und können polizeilicherseits keine Zusammenhänge festgestellt werden", so Repp.

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