Braunschweig. Kein Platz mehr für die Stadtfüchse: Die Vermieterin – die Kirchengemeinde St. Pauli/St. Matthäus – hat dem Kindergarten gekündigt. Die Kita, die von einem Elternverein getragen wird, muss das Gebäude neben der Matthäuskirche im Sommer 2027 verlassen und ist nun auf der Suche nach neuen Räumen.
Beim Elternverein – Kindergarten an St. Matthäus e.V. – herrschten erst Wut und Enttäuschung vor. Inzwischen blickt man aber wieder mit etwas Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft des Kindergartens.
Sanierungskonzept wurde abgelehnt
"Wir hatten in Gesprächen mit der Kirche ein Sanierungskonzept vorgelegt, das wir umsetzen wollten. Im Gegenzug wollten wir ein langfristiges Nutzungsrecht erhalten. Das wurde leider kommentarlos abgelehnt", bedauert Stephanie Prösch, Vorsitzende des Elternvereins.
Kita sucht neue Unterkunft
Noch dazu hatte der Elternverein erst vor zwei Jahren in den Räumen den Schallschutz auf den neuesten Stand gebracht und die Küche vom Rest der Räume isoliert. Nun begründet die Kirchengemeinde die Kündigung trotz dieser Bemühungen mit dem baulichen Zustand des derzeitigen Kindergartengebäudes.
Es hat alles nichts gebracht. "Das letzte Wort ist gesprochen", betont Prösch mit Blick auf das anstehende Ende des Mietvertrags im nächsten Jahr. Bis dahin wollen die Verantwortlichen aber etwas Neues gefunden haben – einen neuen Bau für die Stadtfüchse also. "Wir suchen eine neue Unterkunft", erklärt Prösch und ergänzt mit Blick auf die Zulassungsvoraussetzungen: "unbedingt mit Außengelände". Noch dazu sollte sich das neue Gebäude ebenfalls im östlichen Ringgebiet befinden.
"Wir hatten erst im letzten Jahr einen großen Schwung neuer Kinder bekommen", erklärt Prösch. Die meisten kommen aus der näheren Umgebung. Die Kündigung durch die Kirchengemeinde sei erst nach dem Start des neuen Kindergartenjahres eingetroffen. "Nun wollen wir diese Kinder noch bis in die Schule begleiten."
Seit der Kündigung sei die Kindergarten-Gruppe, die Plätze für 20 Kinder bereithält, von 16 auf 17 Kinder angewachsen, nachdem es zunächst einige Abgänger gegeben hatte. "Es wollen weiterhin Leute zu uns kommen", freut sich Prösch, die die "Eingruppigkeit" und den "üppigen" Personalschlüssel – zwei Erzieher und zwei Sozialassistenten für die eine Gruppe – als Vorteile der Einrichtung nennt.
Kita sucht neue Immobilie
Trotz der schwierigen Anforderungen – etwa 75 Quadratmeter große Räumlichkeiten mit Außengelände im Östlichen – ist die Hoffnung bei den Stadtfüchsen auf eine Fortsetzung des Kita-Betriebs noch nicht erloschen. Seit die Misere der Kita bekannt ist, habe es schon einige Kontaktaufnahmen gegeben, erklärt Prösch. Sogar konkrete Angebote für eine Immobilie seien dabei gewesen. Die Eltern der Kita-Kinder waren aufgerufen, ihren Bekanntenkreis zu aktivieren. Und die Vereinsvorsitzende Prösch freut sich weiterhin über Kontaktaufnahmen, falls jemand eine infrage kommende Immobilie kennt: unter 0176/64260328 oder per E-Mail an: s.prösch@kita-stadtfüchse-bs.de
Die neue Bleibe sollte jedenfalls schnellstmöglich gefunden werden. Schließlich werde auch ein anstehender Umzug – eventuell mit vorheriger Renovierung – dem Elternverein noch einiges an Zeit kosten.

