Nächster neuer Chefarzt am Klinikum Braunschweig kommt aus Hannover

Der Chirurg übernimmt eine neue Führungsposition am städtischen Klinikum.

Dr. Cord Christian Corterier ist neuer Chefarzt am Klinikum Braunschweig.
Dr. Cord Christian Corterier ist neuer Chefarzt am Klinikum Braunschweig. | Foto: skbs/Kevin Galasso

Braunschweig. Es geht derzeit Schlag auf Schlag: Erst gestern teilte das Städtische Klinikum Braunschweig mit, dass ein neuer Chefarzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie seinen Dienst aufgenommen hat, heute folgt die nächste Meldung zu einem neuen Chirurgen in Führungsposition.



Laut einer Pressemitteilung des Klinikums sei Dr. Cord Christian Corterier jetzt neuer Chefarzt der nun eigenständigen Klinik für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie am Städtischen Klinikum Braunschweig (skbs). Bislang war der Fachbereich eine Abteilung der Unfallchirurgie.

Neuer Chefarzt kommt aus Hannover

Corterier war zuletzt Leitender Oberarzt in der Klinik für Plastische- und Handchirurgie/Brandverletztenzentrum der BG-Kliniken Bergmannstrost in Halle. Der 49-Jährige studierte an der Friedrich Schiller-Universität zu Jena sowie an der Medizinischen Hochschule Hannover und promovierte an der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Corterier ist Facharzt für Plastische Chirurgie und besitzt die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Seine klinische Laufbahn startete der gebürtige Hannoveraner am Klinikum Neustadt in Holstein. Danach folgten Stationen in den BG-Kliniken Bergmannstrost in Halle sowie im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam.

Eine besondere Expertise bringe Corterier laut Pressemitteilung des Klinikums auf dem Gebiet der Mikrochirurgie mit. Diese filigrane chirurgische Operationstechnik ermögliche durch spezielle Instrumente Schnitte und Nähte an feinsten Strukturen. Angewendet wird diese Technik in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie beispielsweise bei der Übertragung von mikrovaskulär angeschlossenem Gewebe zur Rekonstruktion verletzter Körperregionen. Bei der so genannten „freien Lappenplastik“ wird das Gewebe vollständig von der Entnahmestelle, etwa dem Rückenmuskel, abgelöst und anschließend am Ort der Defektdeckung wieder an das Gefäßsystem angeschlossen.

Neuer Chefarzt will das Spektrum am Klinikum ausbauen


Als neuer Chefarzt möchte Corterier nicht nur diese Technik einführen, sondern das gesamte Spektrum der Plastischen-, Ästhetischen- und Handchirurgie weiter ausbauen. Besonders wichtig sei ihm dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen. „Nur gemeinsam können wir komplexe Rekonstruktionen nach Verbrennungen, Unfällen und Tumorerkrankungen ermöglichen und im besten Sinne für unsere Patientinnen und Patienten handeln.“

Insbesondere die breite Expertise im skbs habe ihn für die neue berufliche Herausforderung begeistert: „Das Städtische Klinikum Braunschweig macht als Haus der Maximalversorgung eine Vielzahl von interdisziplinären Behandlungen möglich. Es ist mir ein Anliegen, die Schnittstellen zu stärken und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fachbereiche auszubauen.“