whatshotTopStory

Neue Sidonienbrücke soll in Stahl-Beton-Verbundbauweise errichtet werden

Die Fertigstellung der neuen Brücke werde für August 2021 geplant.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Marvin König

Artikel teilen per:

21.04.2020

Braunschweig. Für den Neubau der viel genutzten Sidonienbrücke, die das westliche Ringgebiet für Fußgänger und Radfahrer über die Okerumflut mit der Innenstadt verbindet, schlägt die Verwaltung eine schlanke Konstruktion in Stahl-Beton-Verbundbauweise vor. Eine entsprechende Planung wurde jetzt in den Gremienlauf gegeben. Die bestehende Brücke zwischen Sidonienstraße und Hohetorwall muss abgerissen werden, weil insbesondere die im Wasser stehenden Holzpfeiler irreparabel beschädigt sind. Dies teilt die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.


"Wir schlagen eine sprengwerkähnliche Rahmenkonstruktion vor, welche sich optisch deutlich gegenüber den anderen Okerbrücken abgrenzt", erläutert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Ein Sprengwerk ist ein Tragwerk im Brückenbau, bei dem die auf dem Träger lastende Kraft durch schräge Streben unter dem Träger aufgenommen ("auf das Auflager abgesprengt") wird.

"Ein solches Modell kommt mit geringen Stahlmengen für zwei Längsträger aus und ist somit leichter, wodurch Kosten im Stahlbau und im Transport sowie beim Einbau eingespart werden können. Durch die filigrane Konstruktion gliedert sich diese Brückenvariante gut in den denkmalgeschützen Wallbereich ein", fügt Leuer hinzu. Durch die integrale Bauweise komme die Brücke ohne wartungsintensive Lager und Übergangskonstruktionen aus. Sie sei nicht schwingungsanfällig und daher nutzerfreundlich. Die auf die Stahlrahmen aufgelegte Fahrbahntafel solle als Stahlbetonplatte ausgeführt werden. Leuer: "Die Brückenbreite weitet sich zur Brückenmitte von vier Metern auf bis zu sechs Meter. Dadurch wird ein Bereich zum Verweilen geschaffen, welcher Fußgängern und insbesondere Eltern mit Kindern und Kinderwagen, die den angrenzenden Spielplatz nutzen, ein Verweilen auf der Brücke auch bei stärkerer Frequentierung durch den Radverkehr ermöglicht."

Im Haushaltsplan seien für das Projekt Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro einschließlich Planungs- und Baunebenkosten eingestellt worden. Vorgesehener Zeitplan: Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen Juni 2020; Auftragsvergabe September 2020; Baubeginn Oktober 2020 (nach dem Lichtparcours); Fertigstellung einschließlich der Wegeanschlüsse August 2021. Vorbereitende Arbeiten hätten bereits begonnen.


zur Startseite