Braunschweig. Am gestrigen Montag erfolgte die symbolische Grundsteinlegung für den Neubau der Physik der Technischen Universität Braunschweig. Dies ist der dritte Lehr- und Forschungsneubau, den die TU Braunschweig und das Land Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam begonnen haben. Das berichtet die TU in einer Pressemitteilung.
Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, legte TU-Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel eine Zeitkapsel in den Grundstein. Der rund 72,4 Millionen Euro teure Neubau soll Studenten und Forschern der Physik hervorragende Bedingungen für Forschung und Lehre bieten.
Eingang zum Campus Ost
Das neue Forschungs- und Lehrgebäude entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen Chemiegebäudes, das 2024 abgerissen wurde. Es ersetzt das stark sanierungsbedürftige bisherige Gebäude der Physik in der Mendelssohnstraße 3. Als straßenbegleitendes Bauwerk entlang der Hans-Sommer-Straße wird es künftig den Eingang zum Campus Ost der TU Braunschweig markieren.
Der Neubau bietet den Physik-Instituten Raum für modernste Forschung und Lehre: Auf der Hälfte der Fläche entstehen im nördlichen Gebäudetrakt Labore sowie Mess- und Wägeräume – darunter Reinräume und speziell gedämpfte Messräume für schwingungsempfindliche Versuche. Ergänzt wird das Angebot durch eine Heliumverflüssigungsanlage und eine Werkstatt mit Materiallager.
Architektur und Nachhaltigkeit
Im südlichen Gebäudeteil sind Büroarbeitsplätze, Seminarräume und Hörsäle untergebracht. Ein mehrgeschossiges, lichtdurchflutetes Foyer verbindet die Ebenen und schafft eine direkte Verbindung von der Hans-Sommer-Straße zum Campus Ost. Im Erdgeschoss entstehen weitere studentische Arbeitsplätze mit Zugang zum begrünten Innenhof, an dessen Rand sich auch die Seminarräume im Obergeschoss anordnen. Über dem vierten Geschoss erstreckt sich eine halbe Etage, in der die zentrale Haustechnik untergebracht ist.
Nachhaltigkeit spielt bei der Errichtung eine zentrale Rolle: Das Gebäude und seine technische Ausrüstung sollen eine ressourcenschonende Bewirtschaftung ermöglichen. Beispielsweise wird Abwärme durch effiziente Wärmerückgewinnungsanlagen sowie die gesamte freie Dachfläche mit Photovoltaik-Modulen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks genutzt.
Abschluss einer Kette von Ersatzbauten
Bereits Ende 2024 und im Sommer 2025 wurden die Grundsteine für die Neubauten von Chemie und Pharmazie gelegt. Die Grundsteinlegung für den Neubau des Physik-Lehr- und Forschungsgebäudes ist nun die dritte in dieser Kette. Die Eröffnungen der drei Gebäude sind sukzessive ab 2027 geplant.

