Braunschweig. Mit dem Konzeptvergabeverfahren "Wilhelmstraße Nord" wurde das im Eigentum der Braunschweig Beteiligungen GmbH (BSBG) befindliche Grundstück der ehemaligen Landesschulbehörde erfolgreich an Bewerberinnen und Bewerber um das Grundstück ausgeschrieben. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor.
Ziel der offenen Ausschreibung war es, Wohnungsbaugesellschaften, Baugemeinschaften, Investoren, Projektentwickler und andere Interessierte anzusprechen, die an diesem zentralen Standort ein Projekt mit anspruchsvoller Gestaltung unter besonderer Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimawandelfolgenanpassung realisieren möchten.
Entscheidung gefallen
Für den Erwerb des Grundstücks gingen insgesamt vier Bewerbungen ein. Am Dienstag, 20. Januar, bewertete ein Gremium unter der Leitung von Prof. Dan Schürch von der TU Braunschweig die eingereichten Konzepte. Dem Gremium gehörten Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, der BSBG als Eigentümerin sowie des Rates an
Das Gremium setzte die Bewerbung von WELPVONKLITZING PartGmbB auf Platz 1 und empfahl damit den Grundstücksverkauf an diesen Bewerber. Gewürdigt wurde insbesondere die geplante Gründung einer Projektgenossenschaft zur Entwicklung eines vielfältigen Wohnquartiers.
Stadtbaurat Gerold Leppa: "Ich freue mich sehr über die gemeinsame Entscheidung des Gremiums für dieses ambitionierte bauliche Konzept. Alle eingereichten Bewerbungen waren von hoher Qualität und zeigen das große Interesse am Standort Braunschweig. Besonders das Genossenschaftsmodell stellt einen innovativen Ansatz dar. Der geplante Erhalt der Bestandsgebäude ist zudem eine interessante Perspektive für einen verantwortungsvollen Umgang mit vorhandener Bausubstanz."
Neuer Wohnraum soll entstehen
Das Konzept sieht vor, die Bestandsbebauung zu erhalten und im rückwärtigen Bereich durch einen Anbau sowie zwei freistehende Gebäude in Holzbauweise zu ergänzen. Insgesamt sollen ca. 75 Wohnungen entstehen. Entlang der Wilhelmstraße sind im Erdgeschoss gewerbliche Nutzungen vorgesehen, die zur Belebung des Quartiers beitragen.
Der Innenhof bietet abwechslungsreiche Freiräume mit sich öffnenden Sicht- und Wegebeziehungen. Ein Großteil der prägenden Bestandsbäume bleibt erhalten und wird in das Freiraumkonzept integriert.
"Mit der Entscheidung für dieses Konzept wird ein wichtiger Schritt zur Entwicklung eines nachhaltigen und architektonisch anspruchsvollen Wohnstandortes in zentraler Lage Braunschweigs vollzogen", erklärt Markus Schlimme, Geschäftsführer der Braunschweig Beteiligungen GmbH.


