Braunschweig. Wie in den Vorjahren, fragte regionalHeute.de auch diesmal bei der Stadt Braunschweig nach, wie viel Geld im vergangenen Jahr 2025 an Parkscheinautomaten eingenommen wurde und auf welche Weise die Gebühren bezahlt wurden. Inzwischen liegen die Zahlen vor. Demnach hat sich bei den absoluten Zahlen kaum etwas verändert, bei der Bezahlform setzt sich aber ein Trend fort.
Die Anzahl der Parkvorgänge an den einzelnen Parkscheinautomaten sei nicht zu ermitteln, weil nicht jedes Parkticket als Einzelwert in der Parkscheinautomatenzentrale notiert werde, teilt Stadtsprecher Rainer Keunecke mit. Dies war auch in den Vorjahren so. Doch in diesem Jahr könne auch die Anzahl der verkauften Handyparkscheine nicht genannt werden (2024 waren es 530.000 digitale Tickets, 2023 380.000). Die Zahl sei aufgrund der unterschiedlichen Anbieter und Differenzierung zwischen Ersterwerb und Verlängerung nur unter großem Aufwand zu ermitteln, so Keunecke.
Millionen eingenommen
Die Einnahmen aus Parkgebühren betrugen im vergangenen Jahr insgesamt rund 3,4 Millionen Euro. Das ist nur etwas mehr als die von der Stadt im vergangenen Jahr verhängten Verwarnungs- und Bußgelder in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro für Falschparker. Und im Vergleich zum Vorjahr blieb die durch Parkraumbewirtschaftung erzielte Summe nahezu gleich. Sie wurde seinerzeit mit 3,45 Millionen Euro angegeben. Im Jahr 2023 lag sie bei 3,1 Millionen, allerdings wurde im September 2023 und im Februar 2024 die Zone ausgeweitet, in der man für Parken Geld bezahlen muss.
Handyparken fast gleichauf
Bei der Bezahlform hat das Handyparken 2025 weiter aufgeholt. Zwar sind mit Münzzahlung rund 1,9 Millionen Euro eingenommen worden, das Handyparken liegt mit rund 1,5 Millionen Euro aber nur noch knapp dahinter. Das Verhältnis ist somit 55,9 zu 44,1 Prozent. Im Jahr zuvor lag der Wert noch bei 63,8 zu 36,2 Prozent zugunsten der Barzahlung und 2023 bei 71,0 zu 29,0 Prozent. Die Stadt rechnet damit, dass sich der Trend weiter fortsetzt. "Die Summe der über das mobile Bezahlsystem eingenommenen Parkgebühren hat im Vergleich zum Vorjahr erneut zugenommen, so dass die Zahlung an Parkscheinautomaten in Zukunft vermutlich weiter rückläufig sein wird", so Rainer Keunecke.
Karte scheidet ganz aus
Am Umstand, dass Kartenzahlung nicht möglich ist, hat sich nichts geändert und es ist auch nichts geplant. "Das Zahlungssystem `Geldkarte´ wurde durch die Banken bereits vor Jahren eingestellt. Für die Zahlung mit Debit- oder Kreditkarte bedarf es eines Austausches beziehungsweise einer Umrüstung der vorhandenen Parkscheinautomaten um ein entsprechendes Kartenlesegerät und eine Datenschnittstelle, was derzeit nicht vorgesehen ist", betont der Pressesprecher.

