Wolfenbüttel. „Frühe Hilfen sind lokale und regional koordinierte Hilfsangebote für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes“, erläutert Sarah Müller, seit dem 1. Juni dieses Jahres Netzwerkkoordinatorin für die Frühen Hilfen im Landkreis. „Die Angebote zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familien und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten.“
Bereits seit 2002 besteht der Runde Tisch „Frühe Hilfen für junge Familien in Wolfenbüttel und Umgebung“, der durch den Zusammenschluss von Fachkräften öffentlicher und privater Träger ins Leben gerufen wurde. Motivation für die engagierte Mitarbeit war das Wissen um die Notwendigkeit, psychosoziale Angebote von Eltern mit Säuglingen und kleinen Kindern auszubauen. Zurzeit sind 17 soziale Einrichtungen, aber auch Kinderärzte am runden Tisch aktiv. Geleitet wird dieser von Heidrun Ripke, der stellvertretenden Leiterin der Evangelischen Familien-Bildungsstätte in Wolfenbüttel. „Damit sei der Landkreis Wolfenbüttel im Vergleich zu anderen Kreisen und Städten bereits sehr gut aufgestellt“, so Sarah Müller. Dieses Potenzial gelte es auch weiterhin zu nutzen.
Die gelernte Erzieherin und Sozialpädagogin und hat erfolgreich den Studiengang Master of Social Management an der Ostfalia absolviert. Sie sieht ihre Aufgabe auch darin, in enger Kooperation mit den Institutionen die Zusammenarbeit aller Einrichtungen und Fachkräfte weiter zu optimieren, neue Angebote zu entwickeln und die bedarfsgerechte Versorgung flächendeckend zu organisieren.
Wichtig sei ihr dabei, alle mit dem Thema „Frühe Hilfen“ befassten Einrichtungen und Fachkräfte und deren Vielfalt an Professionen im respektvollen und wertschätzenden Umgang untereinander zu beteiligen und weiter zu vernetzen.
„Ermöglicht wurde die Einrichtung der Netzwerkkoordination durch einen Kreistagsbeschluss im März dieses Jahres“, so der zuständige Abteilungsleiter im Jugendamt, Roger Röttger. Er ergänzt, dass es auch eine finanzielle Förderung der Stelle durch die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ gebe.
Gern nimmt Sarah Müller auch Anregungen von Eltern an, die sich weitere Angebote vorstellen könnten. Bei Fragen steht sie unterstützend und beratend zur Verfügung.
Sarah Müller ist im Familien- und Kinderservicebüro unter der 05331/84-825 oder per Mail s.mueller@lk-wf.de zu erreichen.
Sarah Müller gibt "Frühe Hilfen"
| Foto: Landkreis