Sexuelle Belästigung: Das wurde aus der Fahndung nach "Marcel"

Ende Juni war die Polizei mit einem Fahndungsaufruf und Phantombild an die Öffentlichkeit gegangen. regionalHeute.de fragte nach, wie es in der Sache weiterging.

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Symbolbild | Foto: Anke Donner

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Braunschweig. Ende Juni dieses Jahres war die Polizei mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit gegangen. Gesucht wurde ein gewisser "Marcel", der in seiner eigenen Wohnung eine 34-jährige Frau sexuell belästigt und dann geschlagen haben soll. Doch trotz Phantombild und eigentlich guter Voraussetzungen, ist die Suche nun offenbar im Sande verlaufen.



Laut der ursprünglichen Pressemeldung der Polizei, sei die 34-Jährige am Abend des 14. Februars - einem Samstag - zunächst alleine in der Braunschweiger Innenstadt unterwegs gewesen. Hier habe sie eine Personengruppe getroffen (vier Männer, zwei Frauen), mit der sie dann gefeiert habe. "Marcel" sei eine dieser Personen gewesen. Mit diesem habe sie sich zusammen auf den Heimweg begeben.

Flucht aus der Wohnung


Die Frau sei dann mit in die Wohnung des Mannes gegangen, wo dieser zudringlich geworden sei. Als sie sich wehrte, sei sie geschlagen worden. Ihr sei aber die Flucht aus der Wohnung gelungen. Am Montag darauf sei sie zur Polizei gegangen. Über vier Monate später ist dann die Polizei mit Fahndungsaufruf und Phantombild an die Öffentlichkeit getreten.

Auf Nachfrage hatte die Polizei im Juni mitgeteilt, dass die 34-Jährige sich nicht mehr habe erinnern können, wo sich "Marcels" Wohnung befindet. Die Frau habe nur den ungefähren Bereich beschreiben können. Wo sich dieser befindet, wollte man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten.

Hinweise eingegangen


Trotz ziemlich genauer Personenbeschreibung, einer ungefähren Kenntnis über den Wohnort und fünf potenzieller Zeugen, die mit Täter und Opfer gefeiert hatten, blieb die Suche erfolglos. Auf Nachfrage von regionalHeute.de teilte die Polizei jetzt mit, dass nach der Veröffentlichung des Phantombildes durchaus neue Hinweise bei der Polizei eingegangen seien. "Diesen Hinweisen wurde im Rahmen der Ermittlungen nachgegangen und sie wurden entsprechend geprüft", so Polizeisprecherin Anna Ahrens.

Mittlerweile sei der Vorgang allerdings bereits an die Staatsanwaltschaft Braunschweig abgegeben worden. Und Oberstaatsanwalt Christian Wolters lässt wissen: "Das Verfahren wurde eingestellt, weil es nicht gelungen ist, den Täter zu ermitteln."