Braunschweig. Das Schwimmbad in Gliesmarode soll nach einer Sanierung wieder öffnen – was voraussichtlich aber frühestens 2028 der Fall sein könnte. Für die anstehenden Arbeiten hat sich die Stadt jetzt um eine Förderung durch die "Sportmilliarde" des Bundes beworben.
Der Stichtag, um die Bewerbungsunterlagen beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einzureichen, war am Donnerstag, 15. Januar. Die Stadtverwaltung hat ihre Unterlagen jedenfalls fristgerecht eingereicht, bestätigt jetzt ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage von regionalHeute.de. Damit folgt die Verwaltung einem Ratsbeschluss aus dem Dezember.
Förderprogramm soll 45 Prozent der Kosten übernehmen
Neben weiteren Projekten im Stadtgebiet sollte das Badezentrum Gliesmarode durch Mittel aus der sogenannten Sportmilliarde – einem Programm des Bundes zur Sanierung von Sportstätten – gefördert werden. Beim Braunschweiger Schwimmbad rechnet die Verwaltung mit Gesamtkosten von etwa 10,6 Millionen Euro, wobei das Förderprogramm bis zu 45 Prozent davon übernehmen kann.
An diesen Fördertopf wollen unzählige Projekte aus ganz Deutschland ran. "Generell zeichnet sich ein sehr hohes, bundesweites Interesse am Förderprogramm ab. Die Verwaltung schätzt die Chancen als grundsätzlich gut ein, sonst hätten wir uns nicht beworben", zeigt sich der Sprecher der Stadt Braunschweig durchaus optimistisch, was einen möglichen Zuschlag angeht.
Auf Bundesebene sollen bis Ende Februar aus den Interessenbekundungen die Projekte ausgewählt werden, für die im zweiten Verfahrensschritt konkrete Förderanträge eingereicht werden können. Die ausgewählten Kommunen erhalten dafür ab März Zeit.
Möglicher Termin für den Baustart steht noch nicht fest
Für das Bad Gliesmarode, das seit November 2024 geschlossen ist, ließen sich laut Stadtverwaltung weiterhin keine verlässlichen Angaben zum Start der Baumaßnahmen machen. Diese Angaben werde die Verwaltung aber zeitnah kommunizieren, sobald eine belastbare Planung vorliegt.
Grundsätzlich sei der Sanierungsbedarf des Bades sehr hoch. Da geht es etwa um schadhafte Betonstützen und Risse in der Dachkonstruktion aus Holz. Außerdem stehen die Sanierung der Badewasser-, Lüftungs-, Regelungs- und Heizungstechnik sowie des Nicht-Schwimmerbeckens auf dem Plan.
Die errechneten 10,6 Millionen Euro sind für eine Gesamtsanierung nötig, doch schon eine erste Teilsanierung würde reichen, um das Schwimmbad wieder zu eröffnen und dringend benötigte Bahnstunden für den Schwimmunterricht zu schaffen, heißt es vonseiten der Stadt.

