Spaß auf Eisflächen - Wann und wo ist das in Braunschweig möglich?

Auf vielen Gewässern hat sich bereits eine Eisschicht gebildet. Doch diese zu betreten oder darauf Schlittschuh zu laufen, kann gegebenenfalls lebensgefährlich sein.

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Bereits an Weihnachten wurde auf dem Kreuzteich in Riddagshausen Schlittschuh gelaufen.
Bereits an Weihnachten wurde auf dem Kreuzteich in Riddagshausen Schlittschuh gelaufen. | Foto: Matthias Kettling

Braunschweig. Seit Weihnachten herrscht in unserer Region frostiges Wetter. Auf vielen Gewässern hat sich bereits eine Eisschicht gebildet. Doch diese auch zu betreten oder darauf Schlittschuh zu laufen, kann gegebenenfalls lebensgefährlich sein. regionalHeute.de fragte bei der Stadt Braunschweig nach, wie hier die aktuelle Lage ist und wo es überhaupt in Frage kommt, auf das Eis zu gehen.



Generell kommt in Braunschweig nur ein Gewässer für Aktivitäten auf dem Eis in Frage. "Freigegeben wird nur der nördliche Teil des Südsees", berichtet Stadtsprecher Adrian Foitzik. Dafür brauche es aber längeren Dauerfrost und eher noch stärkere Minusgrade, als wir sie derzeit haben. Das sei in der Vergangenheit zwar vorgekommen, aber zuletzt nur noch in wenigen Jahren. "Wir würden das auch bekanntgeben", betont Foitzik.

Blaue Flagge würde wehen


Die Stadt prüfe hier die Tragfähigkeit der Eisdecke und gebe bei ausreichender Sicherheit diesen Teil des Südsees zum Eissport auf eigene Gefahr frei. Die Freigabe sei vor Ort durch blaue Flaggen mit einem gelben Schlittschuhläufer am Steg der „Naturfreunde“ und des DLRG gut sichtbar gekennzeichnet. Wenn die blauen Flaggen nicht gehisst sind, dürfe die Eisfläche nicht betreten werden. Auch wer den freigegebenen mit Schildern und rotweißen Absperrböcken gekennzeichneten Bereich verlässt, begebe sich in Gefahr, warnt die Stadt Braunschweig.

Warnung vor Fließgewässern


Bei allen anderen Seen sei das Betreten der Eisflächen grundsätzlich und unabhängig von der Eisdicke nicht erlaubt und auf eigene Gefahr. Der Fachbereich Umwelt warnt auf der Internetseite der Stadt vor allem vor dem Betreten der Eisflächen auf der Oker und auf anderen Fließgewässern. Diese würden von den Rändern her zufrieren und könnten aufgrund unterschiedlicher Strömungsverhältnisse, schnell schwankender Wasserstände und infolge von Einleitungen sehr unterschiedliche Eisstärken aufweisen.

Ähnliches gelte für den Ölper See, dessen Eisdicke bereichsweise stark wechselt. Auch auf anderen Eisflächen im Stadtgebiet sei das Eislaufen nicht gestattet. "Wer sich selbst in Gefahr bringt, muss damit rechnen, dass er des Platzes verwiesen wird", so die Stadt.

Kreuzteich mit Ausnahmestellung


Eine Ausnahmestellung habe der halb abgelassene Kreuzteich in Riddagshausen, auf dem das Eislaufen Tradition habe. Das Betreten der Eisfläche werde hier geduldet, obwohl im Naturschutzgebiet Riddagshausen das Verlassen der Wege eigentlich generell verboten sei. Der Fachbereich Umwelt appelliere daher eindringlich an die Besucher des Naturschutzgebietes, beim Zugang zum Kreuzteich die Ufervegetation nicht zu beschädigen. Auch auf dem Kreuzteich gelte: „Betreten auf eigene Gefahr“.

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