Staatspreis für Architektur: Dieses Bauwerk steht in der engeren Auswahl

Der temporärer Pavillon in der Innenstadt gehört zu den zehn Kandidaten landesweit.

Der temporäre Architekturpavillon auf dem Burgplatz gehört zu den Top-Kandidaten für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur.
Der temporäre Architekturpavillon auf dem Burgplatz gehört zu den Top-Kandidaten für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Der temporäre Architekturpavillon ist in die engere Wahl für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026 aufgenommen worden. Aus insgesamt 100 eingereichten Bewerbungen hat die zwölfköpfige Jury zehn Projekte ausgewählt. Der Architekturpavillon ist darunter das einzige Projekt aus Braunschweig. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Aus den zehn Arbeiten werden im weiteren Verfahren die Nominierungen für den Staatspreis bestimmt.



Bauherrin des Architekturpavillons ist die Stadt Braunschweig. Das Projekt ist aus einer Kooperation der Stadt mit der Technischen Universität Braunschweig und dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) hervorgegangen. Ausgangspunkt war die Zusammenarbeit mit dem Department Architektur der TU, aus der ein Wettbewerb für einen temporären Pavillon in der Innenstadt entwickelt wurde.

Chance für junge Architekten


Ziel war es, die hohe Qualität der Architekturausbildung in Braunschweig sichtbar zu machen und angehenden Architekten die Möglichkeit zu geben, an einer konkreten Bauaufgabe mitzuwirken. Aus dem anschließenden Planungswettbewerb ging der Entwurf von Marcus Aurelius Jensen von JUHU! Architektur und Marc-André Tiede als Sieger hervor. Der Entwurf wurde in der Folge von JUHU! Architektur zu einer realisierungsfähigen Architektur weiterentwickelt und im Mai erstmals auf dem Burgplatz errichtet.

Mit seiner markanten Tribünenarchitektur versteht sich der Pavillon als offener Raum für Kultur, Diskurs und Begegnung. Er schafft neue Blickbeziehungen auf dem Burgplatz und verbindet einen rund 60 Quadratmeter großen Innenraum mit einer frei zugänglichen Außentribüne. Während seiner ersten Saison im vergangenen Sommer fanden dort über 60 Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besuchern statt. Das Programm umfasste unter anderem Konzerte, Lesungen, Performances, Ausstellungen, Workshops und Gesprächsformate. 2027 soll der Pavillon erneut auf dem Burgplatz aufgebaut werden.

Höchste Architekturauszeichnung des Landes


Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur ist die höchste Architekturauszeichnung des Landes. Er wird vom Land Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Niedersachsen alle zwei Jahre vergeben. 2026 wurde der Preis erstmals themenoffen ausgeschrieben. Die zehn Projekte der engeren Wahl stehen nach Einschätzung der Jury beispielhaft für architektonische Qualität, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 5. November, im Landesmuseum Hannover statt.

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