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Überlastete Intensivstationen: Niedersächsische Ärzte warnen vor Personalflucht



Überlastete Intensivstationen: Ärzte warnen vor Personalflucht

Ein Drittel der Intensivpflegekräfte und knapp ein Fünftel der Ärzte auf Intensivstationen überlegten, ihre Tätigkeit aufzugeben, so der Marburger Bund.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Anke Donner

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Hannover. Bessere Arbeitsbedingungen für das Klinikpersonal fordert der Erste Vorsitzende des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg. Im Rahmen der Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft am Mittwoch zeigte sich Wollenberg alarmiert, dass ein Drittel der Intensivpflegekräfte und knapp ein Fünftel der ärztlichen Kollegen auf Intensivstationen überlegten, ihre Tätigkeit aufzugeben. Das berichtet der Marburger Bund in einer Pressemitteilung.



„Die Arbeitsbelastung in den Klinken hat durch die Pandemie nochmals zugenommen. Wir erwarten von der Landesregierung entschlossene, klare und schnelle Schritte, um die Beschäftigten in den Kliniken endlich zu entlasten. Die Pandemie hat schmerzhaft unterstrichen: ohne Ärztinnen und Ärzte und ohne Pflegekräfte läuft keine medizinische Versorgung. Hier kann und darf nicht mehr gespart werden. Hier muss ausgebildet werden. Das gilt für die Pflege und für den ärztlichen Dienst“, betonte Wollenberg.

"Angemessene Personalreserve für alle Kliniken"


Andreas Hammerschmidt, Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen appellierte: „Wir brauchen für alle niedersächsischen Kliniken eine angemessene Personalreserve. Die medizinischen Fakultäten in Göttingen, Hannover und Oldenburg müssen zudem umfassend finanziell gestärkt werden.“

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit mehr als 127.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.


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