Verkehrstraining für Kinder aus der Landesaufnahmebehörde

Bei diesem gemeinsamen Projekt sollen auch Berührungsängste abgebaut werden.

v.l.n.r.: Daniela Kühl (Vorsitzende der Verkehrswacht) , Thomas Bodendiek (Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig), Bettina Pomblitz (Kommissarische Leiterin des LAB-Standortes Braunschweig), Maik Diener (Demokratiepate der Polizei Braunschweig), Johannes Schrödl (Sachbearbeiter Prävention im Polizeikommissariat Süd).
v.l.n.r.: Daniela Kühl (Vorsitzende der Verkehrswacht) , Thomas Bodendiek (Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig), Bettina Pomblitz (Kommissarische Leiterin des LAB-Standortes Braunschweig), Maik Diener (Demokratiepate der Polizei Braunschweig), Johannes Schrödl (Sachbearbeiter Prävention im Polizeikommissariat Süd). Foto: Polizei

Braunschweig. Am heutigen Freitag fiel der Startschuss für ein gemeinsames Projekt der Verkehrswacht Braunschweig e.V., der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) und der Polizei Braunschweig. Gemeinsam soll Kindern, die in der LAB NI leben, der Straßenverkehr in Deutschland nähergebracht werden. Dies teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.



Die Kinder würden während ihrer Zeit in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen noch keiner Schulpflicht unterliegen. Diese setze erst ein, wenn die Familien auf die Gemeinden und Kommunen verteilt werden. Den Kindern sollen Verkehrsregeln erklärt werden, um möglichen Unfällen vorzubeugen. In Unterrichtseinheiten von 60 bis 90 Minuten werden Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren von Beamten der Polizei unterrichtet. Alle vier Wochen sollen die Unterrichte wiederholt werden. Die Gruppen würden jeweils von den Mitarbeitern der LAB NI zusammengestellt.

Hierzu sagt der Leiter der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Herr Klaus Dierker: "Uns ist es ein besonderes Anliegen, den Kindern einen guten Start für ihr neues Leben in Deutschland zu ermöglichen. Dazu gehört auch, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu kennen und den Umgang mit möglichen Gefahren zu trainieren. Es ist toll, dass wir für diesen wichtigen Teil der Integrationsarbeit mit der Polizei Braunschweig und der Verkehrswacht Braunschweig e.V. zwei starke und erfahrene Partner an unserer Seite haben."

Sicherheit und Abbau von Ängsten


Darüber hinaus sei geplant, auch Aktionen außerhalb des Geländes der LAB NI durchzuführen. Die Verkehrswacht Braunschweig e.V. stellt hierfür unter anderem ihr komplettes Equipment zu Verkehrsprävention mit Kindern zur Verfügung und wird gegebenenfalls mit ehrenamtlichen Helfern das Projekt unterstützen.

Daniela Kühl, Vorsitzende der Verkehrswacht, erklärt ihren Beitrag so: "Kinder, als schwächere Verkehrsteilnehmer, benötigen unsere Unterstützung und Anleitung, um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. Dies trifft insbesondere auch auf die Kinder zu, die neu in Deutschland angekommen sind und noch keine Berührungspunkte mit den spezifischen Gefahren im hiesigen Straßenverkehr hatten. Wir als Verkehrswacht Braunschweig e.V. freuen uns sehr Teil dieses wichtigen Projektes zu sein und die Arbeit mit den Kindern ist uns eine besondere Herzensangelegenheit."

Auch der Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, Thomas Bodendiek, ist von der Aktion begeistert: "Da ich weiß, wie offen und neugierig Kinder mit unseren Angeboten umgehen, bin ich davon überzeugt, dass wir hier das Richtige tun. Darüber hinaus begrüße ich auch die Möglichkeit, dass die Polizei mit den Kindern über andere Themen ins Gespräch kommen kann. Berührungsängste werden hier schnell abgebaut, und eine Vertrauensbasis entsteht. Es ist ein wichtiger Schritt für die Integration."

Der erste Unterricht soll im Januar 2023 stattfinden.


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