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„Wir sollten Zahlen zum Bad nennen“ - So lief das Gespräch mit New Yorker

von André Ehlers


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08.02.2014


Braunschweig. Gary Blume hat eine sehr bewegte Woche hinter sich. Als der Vorsitzende des „Fördervereins Badezentrum Gliesmarode“ am Mittwoch nach der Ratssitzung lesen musste, das Bad sei kaum noch zu retten, fühlte er sich wie vor den Kopf gestoßen. Zu diesem Zeitpunkt konnte er allerdings auch nicht wissen, dass die Welt bereits einen Tag später wieder ganz anders aussehen würde. „So ein Sponsor wie New Yorker, der uns unterstützt, hat bislang gefehlt“, sagt Blume erleichtert im BraunschweigHeute.de-Interview, „jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache.“

New Yorker-Chef ist gegen „3-Bäder-Konzept“


Das Treffen bei New Yorker verlief in einer sachlichen Atmosphäre. Neben Thomas Krecklenberg aus der Geschäftsleitung führte Unternehmer Friedrich Knapp persönlich das Gespräch mit Artur Schmieding vom Förderverein. Es ging dabei auch um Zahlen zu Betriebskosten, Besuchern sowie Strom- und Wasserverbrauch des Bades. Der New Yorker-Chef wollte sich offensichtlich vorab ein detailliertes Bild über die finanzielle Lage machen. Da dem Förderverein allerdings nicht alle Daten und Werte vorliegen, soll nun die Stadtbad GmbH aushelfen. Die Verwaltung hat inzwischen entsprechende Gespräche mit Knapp angekündig (BraunschweigHeute.de berichtete). Dass sich Friedrich Knapp für den Erhalt der Braunschweiger Bäder einsetzt, ist nicht neu. Bereits 2007 gehörte der Mode-Unternehmer zu den ersten Unterzeichnern einer Erklärung, die sich gegen das „3 Bäder-Konzept“ der Stadt gerichtet hatte. Die Entscheidung, das Gliesmaroder Bad nun retten zu wollen, erscheint in diesem Zusammenhang konsequent. Eine konkrete Summe nannte Knapp jedoch bislang noch nicht.

„Die Verwaltung ist nun am Zuge“, sagt Gary Blume. Ein Gespräch zwischen dem Architekten, Prof. Hans Struhk, und der Stadtbad GmbH war bereits einmal verschoben worden, soll aber in der nächsten Woche stattfinden. Struhk hatte zwei kostengünstigere Alternativen zur Sanierung des Bades vorgeschlagen (wir berichteten).

Auch wenn die Stimmung im Förderverein nach der New Yorker-Zusage gestiegen ist, „die Sektkorken werden erst dann knallen, wenn wir tatsächlich in einem sanierten, schönen Bad in Gliesmarode schwimmen werden“, hofft Blume.


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