Sie sind hier: Region >

Braunschweiger Corona-Medikament erkennt auch Delta-Variante



Braunschweiger Corona-Medikament erkennt auch Delta-Variante

Das Medikament wird derzeit in Studien noch getestet.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Marvin König

Braunschweig. Die Corat Therapeutics GmbH verkündet, dass der zurzeit in der klinischen Phase Ib/II befindliche Antikörper COR-101 die neueste aggressive „delta“ Virusvariante erkennt. Der Antikörper werde derzeit bei hospitalisierten COVID-19 Patienten mit mittleren bis schweren Symptomen getestet. In dieser Patientengruppe dürfen die Antikörper aus den USA nicht verabreicht werden.



Die WHO hat die in Indien entdeckte B.1.617.2/“delta“ SARS-CoV-2 Variante am 10. Mai 2021 als "besorgniserregend" eingestuft. Nach aktuellen Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) habe diese Variante in Indien innerhalb weniger Wochen die bisherigen SARS-CoV-2 Varianten, inklusive der momentan in Deutschland vorherrschenden "alpha" Variante B.1.1.7, fast vollständig verdrängt. Die momentan verwendeten Impfstoffe würden unterschiedlich effizient gegen die neu auftretenden Varianten wirken. Auch könnten Impfstoffe zwar Gesunde schützen, aber bereits an COVID-19 erkrankte Menschen nicht heilen, zudem spreche nicht jeder Mensch auf die Impfung an. Für all diese Menschen entwickele die CORAT Therapeutics GmbH ein direkt gegen das SARS-CoV-2 wirkendes Medikament. COR-101 binde nachweislich alle neu aufgetretenen drei B.1.617 Varianten, inklusive der sich schnell ausbreitendenden „delta“/B.1.617.2 Variante.

Die Behandlung der ersten Patienten in der klinischen Testphase mit dem von der CORAT entwickelten Wirkstoff COR-101 gegen COVID-19 finde in fünf deutschen klinischen Studienzentren statt – darunter Tübingen, Dresden, Stuttgart, Braunschweig und Leipzig. Die besondere Auslegung des Wirkstoffs ermögliche dabei, insbesondere solche Erkrankte zu behandeln, bei denen die aus den USA erworbenen Antikörper nicht eingesetzt werden dürfen. Dr. Andreas Herrmann, Geschäftsführer der CORAT, erklärte dazu "Nach den ersten Beobachtungen sind wir zuversichtlich unsere Phase Ib Studie wie geplant erfolgreich im Juli abschließen zu können. Mit Blick auf die sich mit besorgniserregender Geschwindigkeit verbreitende "delta" Variante, freuen wir uns, mitteilen zu können, dass COR-101 in Labortests keine Beeinträchtigung der Bindung an Coronavirus-Spike Proteine mit den Mutationen von B.1.617.2 zeigte. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass COR-101 gegen die „delta“ Variante wirksam ist, auch wenn es bisher noch nicht möglich war, dies in der Klinik zu testen.“


zum Newsfeed