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Berufsfeuerwehr: Kameraden häuften 18.561 Überstunden an

von Marian Hackert


Von links: Feuerwehr-Chef Torge Malchau, Ordnungsdezernent Claus Ruppert und Ausschussvorsitzender Matthias Disterheft. Fotos: Marian Hackert
Von links: Feuerwehr-Chef Torge Malchau, Ordnungsdezernent Claus Ruppert und Ausschussvorsitzender Matthias Disterheft. Fotos: Marian Hackert Foto: Marian Hackert

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26.10.2017

Braunschweig. Die Kameraden der Braunschweiger Berufsfeuerwehr hatten auch im vergangenen Jahr allerhand zu tun. Die Fraktion P2 im Rat der Stadt wollte es genau wissen und brachte eine entsprechende Anfrage in den Feuerwehrausschuss ein. Braunschweigs Feuerwehr-Chef Torge Malchau präsentierte die offiziellen Zahlen.



So hatten sich noch zum Ende des Jahres 2013 22.280 Überstunden angesammelt. 2014 konnten diese nur leicht abgebaut werden, berichte der Feuerwehr-Chef - 22.007 standen zu Buche. Im darauffolgenden Jahr wurden weitere7.628 Überstunden neu aufgebaut. Dann habe man den Kameraden eine Auszahlung angeboten. So wurden letztlich 12.085 Überstunden getilgt. Im vergangenen Jahr hatten sich bis zum31. Dezember 18.561 Überstunden angehäuft. Dies entspricht rund 51 Überstanden pro Tag.

Schwerpunktin höheren Diensten


Der Schwerpunkt liege laut Malchau im gehobenen und höheren Dienst. Aufgrund dessen wurden in diesem und dem vergangenen Jahrinsgesamt neun Planstellen geschaffen, und auch 2018 komme eine weitere Planstelle hinzu. Der Feuerwehr-Chef geht dann davon aus, dasskeine neuen Überstunden anfallen würden und alte Überstunden abgebaut werden können. Ordnungsdezernent Claus Ruppert sieht die Überstunden vor allem in der konzeptionellen Arbeit begründet. So könne man ablesen, was im Fachbereich 37 in diesen Abteilungen abgeleistet wurde. Als Stichwort nannte er unter anderemdie umfangreiche Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans.


Der Feuerwehrausschussfand in der Ortsfeuerwehr Querum statt. Foto: Marian Hackert


Derzeit 17 unbesetzte Planstellen


Im weiteren Verlauf des Ausschusses ging Malchau auch auf die derzeit unbesetzten Stellen im Detail ein. So gebe es, Stand 24. Oktober, derzeit 17 unbesetzte Planstellen. Eine Stelle in der Laufbahngruppe 2.2, ehemals höherer Dienst, fünf Stellen in der Laufbahngruppe 2.1, ehemals gehobener Dienst, und weitere elf Stellen in der Laufbahngruppe 1.2, ehemals mittlerer Dienst. Zur Besetzung seien externe Stellenausschreibungen geschaltet worden, so der Feuerwehr-Chef. Wie bereits bekannt wurde, wird Martin Stenz, bisher Leiter der Berufsfeuerwehr Hildesheim, ab dem 1. November die Stelle des Abteilungsleiters übernehmen. Darüber hinaus sollen bis zu zwei Oberinspektoren bis Mitte November eingestellt werden. Dort gebe es bisher acht Bewerber, so Malchau. Ebenfalls bis Mitte November sind bis zu fünf Brandmeisterstellen zu besetzen. Hier lägen sieben Bewerbungen vor. Die verbleibenden Planstellen sollen bis zum 1. April 2018 mit Anwärtern aus den eigenen Reihe besetzt werden.

Braunschweig gute Adresse für junge Leute


Erfreut zeigte sich auch Ordnungsdezernent Claus Ruppert. Sieben Bewerbungen beziehungsweise acht auf einzelne Stellen seien viel. Früher habe es zum Teil gar keine gegeben. Erführte dies auf die Aufbruchstimmung in der Braunschweiger Berufsfeuerwehr und die guten Konzepte zurück. Diese würden einen entsprechenden Anreiz entfalten. Auch die Abwanderung von Kameraden nach Hannover konnte gestoppt werden, so Ruppert. Feuerwehrleute sehen laut seiner Meinung wieder eine Perspektive in Braunschweig. Ihre Arbeit werde wertgeschätzt. Vor allem jüngere Leute hieltenBraunschweig jetzt für eine gute Adresse, erklärte der Ordnungsdezernent erfreut.

Drei Überlastungsanzeigen in drei Jahren


Eine weitere Anfrage der P2 Fraktion zielte auf eventuelle Überlastungsanzeigen in den vergangenen Jahren ab. Auch hier hatte Malchau Zahlen parat. So habe es 2014 eine Überlastungsanzeige aus der Stelle Vorbeugender Brandschutz gegeben. Für das Jahr 2015 sei keine Überlastungsanzeige zu verzeichnen gewesen. Im vergangenen Jahr waren es derer zwei, erneut aus der Stelle Vorbeugender Brandschutz. Um dem entgegen zu wirken habe man im vergangenen Jahr zwei Planstellen geschaffen. Diese konnten in diesem Jahr besetzt werden.


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